Motorsport

Motorrad: Bradl nach drei Rennen schon unter Druck

Arbeitgeber Forward mit nur einem WM-Punkt unzufrieden

Stefan Bradl, 2011 Motorrad-Weltmeister in der Kategorie Moto2 und danach in die Königsklasse MotoGP aufgestiegen, steht unter Zugzwang. Denn für den 25-Jährigen und sein Forward-Yamaha-Team sind die ersten drei Rennen der Saison 2015 ernüchternd verlaufen. Beim Nachtrennen in Doha/Katar gab es Rang 16. In Austin/Texas wurde Bradl in Runde vier nach einem Fahrfehler verbunden mit einem Rammstoß durch den Australier Jack Millers zu Fall gebracht. Beim Argentinien-Grand-Prix in Las Termas dann ein Lichtblick: Rang 15 – der erste WM-Zähler des Jahres.

Für Forward-Chef Giovanni Czari schrillten die Alarmglocken. „Wir haben Stefan verpflichtet, weil er ein Top-Pilot ist und in Top-Form ganz vorn mitmischen kann. Nach den ersten Rennen der Saison haben wir ihm gesagt, er müsse uns mitteilen, wo wir ihm helfen können und wo wir ihn mehr unterstützen können. Denn was er bisher zeigen konnte, entspricht nicht unseren Erwartungen.“ Dem muss sich Bradl, wenn auch ungern, anschließen. Gelegenheit dazu bietet sich am Sonntag beim Großen Preis von Spanien in Jerez (ab 9 Uhr alle drei WM-Klassen live bei Eurosport).

„Mir fehlt ganz einfach ein Erfolgserlebnis. Oder vielleicht auch nur ein Rennen ohne Probleme von außen. Mein Selbstbewusstsein ist momentan nicht das beste. Zu allem Pech habe ich mir auch noch eine schwere Erkältung zugezogen“, haderte Bradl zum Trainingsauftakt in Jerez – um dann aber mit Rang elf quasi ein Lebenszeichen zu setzen. Doch schon im zweiten Training stürzte er wieder – rutschte auf Rang 13. Perfekt läuft es dagegen für den neunmaligen Weltmeister Valentino Rossi. Der Italiener, 36 Jahre alt und in seiner 20. WM-Saison, führt nach zwei Siegen (Katar und Argentinien) mit 66 Punkten vor seinen Landsleuten Andrea Dovizioso (60) und Andrea Iannone (40, beide Ducati). Bradl ist 20.