Justiz

Neue Ermittlungen zur Führerscheinaffäre von BVB-Star Reus

Fußball-Nationalspieler Marco Reus, 25, ist nach seinen Autofahrten ohne Fahrerlaubnis erneut ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten.

Es werde geprüft, ob der Profi von Borussia Dortmund noch häufiger als bislang bekannt am Steuer gesessen habe. Reus hatte im Dezember wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis in sechs Fällen einen Strafbefehl in Höhe von 540.000 Euro erhalten. Es hätten sich daraufhin zahlreiche Zeugen gemeldet, die den Dortmunder Profi auch an weiteren Tagen hinter dem Steuer eines Autos gesehen haben wollen, woraufhin ein neues Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde. Die Zeugenangaben bezogen sich demnach auf mehrere Jahre.

Eng wird es für den Profi, wenn es nun erneut zu einer Anklage kommt. „Dann ist es möglich, dass Marco Reus eine höhere Strafe erwartet, nach der er als vorbestraft gilt. Das kann eine Geldstrafe sein, die über 90 Tagessätze liegt“, sagt die Kölner Strafrechtsexpertin Simone Lersch. Weil Ermittlungen zum Vorzeigen eines gefälschten niederländischen Führerscheins damals eingestellt wurden, kamen Vorwürfe auf, wonach es bei der Dortmunder Justiz womöglich einen Promi-Bonus gegeben habe. Der CDU-Abgeordnete Peter Biesenbach richtete dazu eine entsprechende Anfrage an Nordrhein-Westfalens Justizminister Thomas Kutschaty (SPD).