Nationalmannschaft

Bundestrainer rechnet für Eishockey-WM nicht mit Hördler

Erst einmal gibt es jetzt ein paar freie Tage für die Nationalspieler und den Trainerstab.

Mit den ersten beiden Siegen in der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in Tschechien (2. bis 17. Mai) gegen Frankreich (4:3/3:0) in den vergangenen Tagen fällt es dem Team des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) leichter, die Erholungsphase richtig zu genießen. Bundestrainer Pat Cortina muss sich dennoch weiter Gedanken machen, welche Optionen ihm zur Verfügung stehen. „Die Situation ist nicht einfach, weil wir nicht wissen, wie viele Spieler noch kommen können“, so Cortina.

Zunächst einmal hat er sich von dem Gedanken verabschiedet, Frank Hördler mitnehmen zu können. Der Berliner Verteidiger, vergangenes Jahr bei der WM noch Kapitän, wird es wegen Schulter- und Hüftproblemen nicht mehr schaffen. „Er kann sich nicht bewegen“, berichtete Cortina. Auf die Frage, ob noch ein Comeback des Eisbären-Profis möglich sei, sagte er: „Ich will mir nicht die Hoffnung nehmen, aber ich glaube nicht.“ Nach Alexander Sulzer wäre Hördler der zweite starke Verteidiger, der für den Jahreshöhepunkt ausfällt. „Das tut weh“, sagte Cortina, „beide waren wichtige Teile des Teams.“ Dringender denn je scheint damit eine Zusage von NHL-Star Dennis Seidenberg, der sich in diesen Tagen entscheiden will.

Zudem weiß Cortina nicht, mit welchen Spielern der beiden Finalisten in der DEL er rechnen kann. Nach dem 3:1 (2:0, 0:1, 1:0) gegen Titelverteidiger ERC Ingolstadt liegen die Adler Mannheim in der „Best of seven“-Serie jetzt mit 3:2 vorn und können am Mittwoch den Titel gewinnen. Ein mögliches siebtes Spiel wäre am Freitag. Da und am Sonnabend tritt das DEB-Team in Dänemark an, am 29. April endet die WM-Vorbereitung mit der Partie gegen Slowenien in Berlin. Spätestens dann weiß Cortina , wen er mit nach Prag nehmen kann.