1. FC Union

Unions Neuer hat noch etwas zu erledigen

Fürther Fürstner kämpft gegen künftiges Team um Klassenerhalt

Viel sagen wollte Stephan Fürstner vor der Partie gegen den 1. FC Union nicht. Nur soviel, dass er „mit Fürth schnellstmöglich den Klassenerhalt perfekt machen“ will. Und vielleicht noch, dass ein Sieg für die Franken wichtiger wäre als für die Köpenicker im gesicherten Mittelfeld der Zweiten Liga. Motiviert wird der 27-Jährige in jedem Fall sein, wenn Fürth am Sonntag Union empfängt (13.30 Uhr, Sky). „Er ist in jedem Spiel so motiviert, wie es ein Profi sein muss“, sagte Unions Coach Norbert Düwel: „Sonst hätten wir den falschen Spieler geholt.“

Union trifft im Stadion am Laubenweg gewissermaßen auf seine Zukunft. Fürstner soll als defensiver Mittelfeldspieler einer jener Bausteine sein, die die Berliner im zweiten Jahr unter Düwel nach oben führen soll. „Natürlich wollen wir ins vordere Drittel, und wenn es geht, sogar bei den Top-Mannschaften dabei sein“, erklärte Düwel vor der Fahrt zum Angstgegner. Seit Unions Rückkehr ins Bundesliga-Unterhaus 2009 gab es nur zwei Remis bei sieben Niederlagen.

Spieler und Fans der Gäste aus der Hauptstadt werden sich nun überzeugen können, ob Fürstner tatsächlich die erhoffte Verstärkung für Union sein kann. Felix Magath adelte den gebürtigen Münchner gar als jemanden wie Philipp Lahm. Weil er „immer mitdenkt und mitspielt“, wie der damalige Bayern-Coach 2006 über Fürstner urteilte. Im Hinblick auf soziales Engagement kann er mit dem Weltmeister in jedem Fall mithalten. Mit einer nach ihm benannten Stiftung engagiert er sich für krebskranke Kinder. Auf der Homepage seiner Stiftung steht neben seinem Namen die Bezeichnung „Mutmacher“.

Genau dies will Fürstner auch bis Saisonende für Greuther Fürth sein, ehe er sich ab Sommer der neuen „Herausforderung, die Berlin mir geboten hat“, stellen wird. Bei den Kleeblättern setzt man auf die Erfahrung des Sechsers, die er in den vergangenen Jahren mit Auf- und Abstieg sowie dem Scheitern in der Aufstiegsrelegation im Vorjahr gesammelt hat.

„Ich glaube, dass alle in Fürth sich eine solche Situation nicht vorgestellt haben“, ist sich Union-Coach Düwel sicher, dass auf seine Mannschaft ein mit viel Leidenschaft kämpfender Gegner warten wird. Zumal die Franken endlich die rabenschwarze Heimserie nach neun Spielen ohne Sieg beenden wollen. „Wer mit dem Rücken zur Wand steht, der ist auch schon mal zu außerordentlichen Leistungen fähig“, erwartet Düwel ein unangenehmes und kampfbetontes Spiel. Stephan Fürstner wird seinen Teil ohne Zweifel dazu beitragen.