Basketball

Nowitzki und Schröder träumen vom deutschen Finale in der NBA

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Die 82 Vorrundenspiele sind geschafft, jetzt geht die Saison in der NBA erst richtig los. Und die deutschen Basketballstars Dirk Nowitzki und Dennis Schröder sind rechtzeitig zum Beginn der entscheidenden Phase in guter Form.

Nowitzki und die Dallas Mavericks besiegten zum Abschluss der Hauptrunde die Portland Trail Blazers mit 114:98 und holten sich durch den 50. Saisonsieg Selbstvertrauen für das nun anstehende Achtelfinal-Duell mit dem Texas-Rivalen Houston Rockets. Schröder glänzte bei der bedeutungslosen 85:91-Niederlage der Atlanta Hawks in Chicago mit starken 21 Punkten und geht mit dem besten Team im Osten als klarer Favorit in den Vergleich mit den Brooklyn Nets.

So ganz genau weiß Nowitzki jetzt aber selbst nicht, wo es im Saisonfinale hingeht. „Es ist eine verrückte Saison für uns. Wir sind nicht ganz sicher, was wir im Play-off erwarten sollen“, sagte der Würzburger. Trainer Rick Carlisle kündigte für die am Sonnabend beginnende „Best-of-seven“-Serie einen heißen Tanz an. „Wir werden aus allen Rohren schießen“, sagte Carlisle, der ein packendes Derby mit viel Getöse erwartet: „Das wird viel Lärm von außen geben, wir müssen uns auf uns konzentrieren.“ In der Hauptrunde verloren Nowitzki und Co. drei von vier Partien gegen die Rockets. Die Mavericks werden als Siebter im Westen insgesamt denn auch nicht als ernsthafter Titelfavorit gehandelt.

Bangen um EM-Teilnahme

Bei Schröder sind die Rollen ab Sonntag klar verteilt. Als bestes Team im Osten sind seine Hawks gegen die Nets hoher Favorit. NBA-Aufsteiger Schröder ist in seinem zweiten Jahr zu einer festen Größe im Team von Coach Mike Budenholzer gereift. Erzielte der 21-Jährige in seiner Rookie-Spielzeit noch 3,7 Punkte im Schnitt, kommt er nun auf zehn. Das ein oder andere Spiel mit über 20 Zählern war auch dabei – und das, obwohl der schmächtige Braunschweiger nur die Nummer zwei hinter Jeff Teague ist. „Wir können so viel erreichen, wie wir wollen“, sagte Schröder mit Blick auf die Meisterschaft. Alle vier Begegnungen mit den Nets in der Hauptrunde gingen an Atlanta. Hawks-Allstar Paul Millsap: „Wir haben das Gefühl, dass es diesmal etwas ganz Großes werden kann. Wir müssen nur rausgehen und es beweisen.“

Wenn dem 36-jährigen Nowitzki mit Dallas die Sensation gelingt, könnte es im Finale zum Duell mit dem 15 Jahre jüngeren Schröder kommen. Das allerdings wäre für Bundestrainer Chris Fleming eine sportliche Katastrophe. Schließlich sollen die beiden im Herbst für eine erfolgreiche EM (5. bis 20. September) sorgen, doch je weiter es für Routinier Nowitzki geht, desto unwahrscheinlicher wird seine Teilnahme. Er ist schließlich keine 21 mehr – so wie Dennis Schröder.