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EM-Verzicht: Für Hambüchen zählt nur noch Olympia in Rio

Während seine Teamkollegen die Geräte in der EM-Arena von Montpellier testeten, trieb Fabian Hambüchen in Köln zeitgleich sein Sportstudium voran.

Seit elf Jahren turnt der 27-Jährige in der Weltspitze, jetzt verzichtet der Ex-Weltmeister erstmals freiwillig auf eine EM-Teilnahme. „Fabian ist nicht mehr der Jüngste und muss Schwerpunkte setzen. Deshalb liegt bei uns der Fokus auf den Weltmeisterschaften im Oktober in Glasgow und den Europaspielen im Juni in Baku“, sagte Vater und Trainer Wolfgang Hambüchen. Keine Überbelastung soll die langfristige Vorbereitung seines Sohnes auf Olympia 2016 in Rio de Janeiro gefährden.

Und da auch der Olympiazweite Marcel Nguyen wegen seines 2014 erlittenen Kreuzbandrisses noch fehlt, sind die Medaillenaussichten der deutschen Athleten gering. Doch Bundestrainer Andreas Hirsch, der auch den Berliner Philipp Herder ins EM-Aufgebot berief, bleibt Optimist: „Auch ohne diese Spitzenturner haben wir definitiv Chancen, uns zu behaupten. Das eine oder andere Finale wollen wir erreichen.“