Volleyball

BR Volleys nutzen ihre erste Chance zum Finaleinzug

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Die Berliner lassen Düren im dritten Duell keine Chance

Die Drei war beim Spiel der BR Volleys am Donnerstag die Zahl des Abends. Nur drei Sätze benötigten die Berliner, um auch das dritte Halbfinale gegen die Powervolleys Düren mit 3:0 (25:20, 25:21, 25:23) und damit auch die ganze Serie mit eben jenem Ergebnis für sich zu entscheiden. Zur Belohnung gibt es nun erst einmal drei Tage trainingsfrei, ehe die ganze Konzentration den Endspielen gegen den Pokalsieger und Hauptrundenersten VfB Friedrichshafen gilt. „Wir werden die Pause nutzen, um neue Kraft zu tanken“, sagte Außenangreifer Robert Kromm. Weiter geht es am 19. April am Bodensee. Das zweite von maximal fünf Spielen findet drei Tage später in Berlin statt.

Von Anfang an hatte offenbar niemand in der Max-Schmeling-Halle daran gezweifelt, dass die Gastgeber gleich den ersten Matchball zum Finaleinzug nutzen würden. Bereits vor Spielbeginn gab es die Tickets für die Endspiele gegen Friedrichshafen zu kaufen. Es war das Selbstbewusstsein eines Champions, das die Volleys anschließend auch auf dem Feld demonstrierten. Exemplarisch eine Szene aus dem ersten Satz, als der starke Tomas Kmet ganz allein in der Mitte des Netzes stand, den Angriffsball der Dürener aber dennoch souverän blockte. Trotzdem blieb es im ersten Durchgang lange Zeit eng, auch weil die Gäste um jeden Ball rannten, manchmal bis in die Hälfte der Berliner. Erst gegen Ende des Satzes setzten sich die BR Volleys ab und entschieden diesen schließlich mit 25:20 für sich.

Von Spiel zu Spiel gesteigert

Im Gegensatz zum Spiel am Ostersonntag, als mit Christian Dünnes und Sebastian Kühner zwei Spieler aus der zweiten Reihe viel Spielzeit bekommen hatten, setzte Berlins Coach Mark Lebedew dieses Mal weitgehend auf seine Stammformation. Diese legte im zweiten Satz los wie die Feuerwehr, schnell führten die Volleys 7:1. Vor allem Kapitän Scott Touzinsky überzeugte in dieser Phase. Dank einiger starker Blocks kämpfte sich Düren zwar noch einmal zurück, trotzdem gewannen die Berliner auch diesen Durchgang – 25:21. Anschließend flogen tausende Kuscheltiere aufs Feld; Teil einer Charity-Aktion für bedürftige Kinder, aber durchaus auch als Liebesbeweis der 4221 Zuschauer für ihre Mannschaft zu verstehen.

Derart geherzt ließen die BR Volleys auch im dritten Satz nichts mehr anbrennen. Ein Dürener Aufschlagfehler machte schließlich den erneuten Finaleinzug perfekt. „Das war heute unsere beste Leistung in den drei Halbfinalspielen“, sagte Mark Lebedew. „Wir haben uns von Spiel zu Spiel steigern können.“ Gute Aussichten also für die Finalserie gegen Friedrichshafen und einen möglichen vierten Meistertitel hintereinander. „Die Chancen stehen 50:50“, sagte Robert Kromm.