Pferdesport

Triumph der Favoritin

Lacy gewinnt vor 8200 Zuschauern das Hauptrennen in Hoppegarten

Trainer Roland Dzubasz wippte vor dem kleinen TV-Monitor von links nach rechts, schlug sich mit dem zusammengerollten Programmheft kurz in die Handfläche und drehte sich am Ende des Hauptrennens zum Saisonauftakt auf der Galopprennbahn Hoppegarten mit einem Lächeln im Gesicht um. Rang zwei bei der 25. Auflage zum Deutsch-Deutschen Renntag für die von ihm vorbereitete Stute New World hinter der haushohen Favoritin Lacy.

„Lacy ist ganz einfach außergewöhnlich, ihr Finish war schon Extraklasse. Aber ich bin zufrieden mit New World“, so der 46-jährige Hoppegartener, nachdem sein Pferd auf der 1600-m-Distanz lange unter Jockey Jack Mitchell (England) in Führung gelegen hatte. Immerhin 6500 Euro Preisgeld waren ein netter Trost. Knapp 10.000 Euro mehr gab es für Lacy und Alexander Pietsch.

„Sie hat über den Winter einen weiteren Leistungssprung gemacht. Es war am Ende ein doch ein eher leichter Sieg für uns“, freute sich der 45 Jahre alte gebürtige Dresdner. Und es war wieder ein Schritt für den ehemaliger Lehrling in Hoppegarten in Richtung Jockey-Championat. Pietsch führt mit bereits 15 Saisonerfolgen die nationale Rangliste deutlich an.

Die 8200 Zuschauer sahen am Ostersonntag neben der Lacy-Gala auch drei Heimsiege für die Hoppegartener Trainer. Dzubasz hatte sich im ersten Rennen für Best Love Song die Dienste von Alexander Pietsch gesichert. Dzubazs-Kollege Uwe Stech triumphierte auch dank Jockey Dennis Schiergen in Rennen zwei mit Kimberley’s Dream. Für einen dritten Tagessieg der Gastgeber sorgte die von Eva Fabianova vorbereitete Kenia, geritten vom Italiener Daniele Porcu.

Rundum zufrieden zeigte sich auch Rennbahn-Eigentümer Gerhard Schöningh: „Ich freue mich natürlich über den guten Besuch. Aber solange das Wetter mitspielt, hat der Ostersonntag beim Hoppegartener Publikum einen ziemlich hohen Stellenwert.“

Einen Sieger gab es auch neben der Bahn. Bei der Wahl zum Galopper des Jahres 2014 – Kandidaten waren der zweifache Gruppe-I-Sieger Ivanhowe, Melbourne-Cup-Gewinner Protectionist und Derby-Sieger Sea The Moon – setzte sich Letzterer in der Publikumsgunst durch.