Handball

Füchse können sich gegen Friesenheim nur selbst schlagen

Viel Zeit zum Feiern mit der Familie gab es für Dagur Sigurdsson nicht.

Am Freitag, an dem der Trainer der Füchse Berlin seinen 42. Geburtstag beging, flog er mittags mit der Mannschaft nach Frankfurt/Main, um dann weiter nach Ludwigshafen am Rhein zu fahren, wo an diesem Sonnabend die Bundesligapartie gegen TSG Friesenheim ansteht. Die Spiel gegen den Aufsteiger dürfte für die Berliner kaum mehr als eine Pflichtaufgabe sein. „Wir sind auf allen Positionen besser besetzt“, sagt Bob Hanning. Der Geschäftsführer weiß aber auch: „Eigentlich können wir uns nur selbst schlagen.“ Hanning zwingt sich ein Lächeln ab: „Allerdings haben wir in dieser Saison schon oft genug bewiesen, dass wir das können.“

In der Tat ist die Saison der Füchse von einem Auf und Ab geprägt. Auf Topleistungen folgten oft schwache Auftritte. Wie zuletzt erst die Schlappe gegen Melsungen (24:31) und dann am vergangenen Mittwoch die starke Darbietung gegen den HSV Handball (28:25), durch den die Füchse weiter vom Erreichen des fünften Tabellenplatzes träumen dürfen, der zur Teilnahme am Europacup berechtigen würde. Gegen den HSV strahlte vor allem die Abwehr eine hohe Stabilität aus. Das war auch den Torhütern zu verdanken. Silvio Heinevetter und Petr Stochl zeigten sich stark verbessert. „Sie haben das erste Mal in der Saison beide in einem Spiel richtig gut gehalten“, sagt Hanning. „Wir müssen weiter Druck auf die über uns stehende Konkurrenz ausüben“, so der Manager. Dafür ist freilich ein Sieg in Friesenheim Pflicht. Das Hinspiel gewannen die Füchse souverän mit 30:24.

Der HSV-Rechtsaußen Hans Lindberg, der sich am Mittwoch bei einem Zusammenstoß mit Füchse-Keeper Heinevetter eine schwere Nierenverletzung zugezogen hat, wird laut Vereinsangaben mindestens acht Wochen ausfallen. Der 33 Jahre alte Däne war noch während der Partie mit dem Notarzt in die Charité gebracht worden, wo er die Nacht auf der Intensivstation verbracht hatte. Diese konnte er nun wieder verlassen.