2. Bundesliga

Talent Sulejmani steht bei Union vor Startelf-Debüt

Stürmer Polter meldet sich für das Spiel in Sandhausen fit

Sebastian Polter als Aprilscherz zu bezeichnen, wäre sicher zu despektierlich, auch wenn der Fußballprofi am 1. April seinen 24. Geburtstag feierte. Lachen kann der Stürmer des 1. FC Union dennoch, weil sein Einsatz für die Partie am Ostersonntag beim SV Sandhausen (13.30 Uhr, Sky) offenbar nicht gefährdet ist. Der Schlag auf sein linkes Sprunggelenk, den er am Dienstag beim Training bekommen hatte, erwies sich als nicht so schwerwiegend. Kaum auszudenken, wenn Unions bester Torschütze (zehn Saisontreffer) ausgefallen wäre.

Weit weniger optimistisch ist die Prognose bei Fabian Schönheim. Seit mehr als einer Woche plagen den Innenverteidiger Adduktorenprobleme. Ob er in Sandhausen dabei sein kann, „ist noch nicht definitiv geklärt“, sagte Trainer Norbert Düwel. Am Donnerstag trainierte Schönheim nach einigen Tagen Pause wieder mit der Mannschaft, ohne endgültig Entwarnung geben zu können. „Am Freitag war es schon etwas besser“, sagte Düwel. Für den Abwehrspieler wird es wohl ein Wettlauf mit der Zeit.

Dafür könnte ein anderer Union-Profi, der bislang praktisch überhaupt noch nicht in Erscheinung getreten ist, erstmals von Beginn an eine Chance bekommen. „Er ist sicherlich eine Option“, erklärte Düwel zur Einsatzwahrscheinlichkeit von Valmir Sulejmani. Der Außenspieler war in der Länderspielpause für die Auswahl des Kosovo aktiv, stand gegen Eintracht Frankfurt (0:0) über die gesamte Spielzeit sowie gegen Werder Bremen (0:2) 55 Minuten auf dem Platz. „Er hat einen sehr guten Eindruck hinterlassen“, sagte Düwel.

Sulejmani war in der Winterpause von Hannover 96 bis Saisonende ausgeliehen worden – eine Reaktion auf den Ausfall von Maximilian Thiel (Schulterverletzung im Trainingslager). Bislang kam der 19-Jährige nicht über drei Kurzeinsätze hinaus. Ob Union ihn weiter verpflichten wird, „liegt nicht nur an uns, sondern auch daran, was Hannover mit ihm vorhat“, sagte Düwel. Sulejmani sei ein außerordentliches Talent, „solche Spieler haben wir immer im Fokus“.

Andererseits wird Thiels Comeback noch in dieser Saison erwartet. „Ich gehe davon aus, dass er noch mehrere Spiele machen wird“, so der Coach. Und Unions Einkaufsstrategie liegt für die kommende Saison, in der man weiter oben in Liga zwei anklopfen möchte, eher bei gestandenen Profis – wie die Verpflichtungen von Stephan Fürstner (Fürth) und Benjamin Kessel (Braunschweig) belegen.