Eishockey

Eisbären suchen für neue Saison mehr Erfahrung

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Intensive Spielerfahndung in Europa und Nordamerika

Es ist eine neue Art der Saisonauswertung. Ziemlich transparent, nicht total, schließlich will sich die sportliche Führung des EHC Eisbären nicht komplett in die Karten schauen lassen. Über die Homepage des Rekordmeisters der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) erklärt Stefan Ustorf, der Sportliche Leiter, in einem Video, was passiert ist in der zurückliegenden Saison und was nun ansteht.

Unzufrieden sind die Berliner nach dem zweiten Ausscheiden im Pre-Play-off in Folge immer noch. In einer großen Tabelle mit vielen verschiedenen Parametern aller Klubs finden sich jedoch Daten, die ein paar Erklärungsansätze liefern. Daraus geht etwa hervor, dass „wir mit Abstand die meisten Spieler unter 23 Jahren haben, das ist eine positive Sache, weil sie unsere Zukunft sind“, so Ustorf. In Kombination der anderen Zahlen erwuchs daraus aber eine Schwäche. Mannheim etwa beschäftigt eines der ältesten Teams und hatte am wenigsten Verletzungspech. Summiert ergaben sich 77 Spielausfälle. Mit 226 Ausfällen hatten die Berliner den zweithöchsten Wert bei einem Liga-Durchschnitt von 130.

In Folge der Verletzungen erhielten die vielen jungen Spieler übermäßig Eiszeit, während anderswo erfahrene Profis die Ausfälle auffingen. „Das hat zu einer gewissen Inkonstanz geführt. Wir machen uns jetzt Gedanken, wie wir uns da für die nächste Saison aufstellen wollen“, sagt Ustorf. Der Trend geht also klar zu mehr Erfahrung, sprich die Mannschaft wird mit älteren Spielern verstärkt werden. Dazu waren Ustorf und Trainer Uwe Krupp bereits in Europa unterwegs. Ab dem 14. April werden die beiden gemeinsam mit Manager Peter John Lee in Nordamerika in sechs Tagen sechs Spiele besuchen und nach Zugängen fahnden. Fünf Ausländerpositionen sind zu besetzen.

Das Team absolviert derweil individuelles Sommertraining, eine Truppe junger Spieler nimmt mit der sportlichen Führung zudem am Entwicklungscamp der Los Angeles Kings aus der NHL teil.