Kooperationsvereinbarung

Uefa erhöht die Prämien in der Champions League

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Zwölf Millionen Euro Startgeld, 15 Millionen für den Champion

Europas Top-Fußballklubs können sich auf satte Zugewinne im Milliardenspektakel der Champions League und der Europa League freuen und sitzen vertreten durch Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, 59, künftig mit an den Schalthebeln der kontinentalen Fußball-Macht. Gut 400 Millionen Euro mehr aus den Europapokal-Wettbewerben pro Jahr und zwei ständige Vertreter in der Uefa-Exekutive sind die Kernpunkte der am Dienstag offiziell präsentierten neuen Kooperationsvereinbarung zwischen der European Club Association ECA mit dem Dachverband Uefa.

„Für die ECA, die eine noch sehr junge Organisation ist, ist das Ergebnis ein außerordentlicher Erfolg, der vor allem die Solidarität der Klubs untereinander festigt und unser Verantwortungsgefühl für den Fußball stärkt“, so Rummenigge nach der Generalversammlung der 214 in der ECA organisierten Vereine in Stockholm. Neben den Münchnern sind aus Deutschland auch Borussia Dortmund, Schalke 04, der VfB Stuttgart und Werder Bremen ordentliche Mitglieder mit Stimmrecht in der Generalversammlung.

Die Uefa schüttet in der Champions League und Europa League von der kommenden Saison an für die drei Spielzeiten bis 2018 je 1,638 Milliarden Euro aus. 1,257 Milliarden Euro gehen an die Teams in der Königsklasse – eine Steigerung um gut 25 Prozent. Fast 64 Prozent höhere Start- und Siegprämien können die Vereine in der zuletzt als Armenhaus verspotteten Europa League verbuchen: 381 Millionen statt bislang 232,5 Millionen Euro.

Nationalspieler profitieren

In der Champions League erhält der Sieger von 2016 an allein für seinen Finaltriumph 15 statt bisher 10,5 Millionen Euro. Ökonomisch noch reizvoller ist allein die Teilnahme. Das Startgeld wird von 8,6 Millionen auf 12 Millionen Euro erhöht. In der Europa League wird das Startgeld sogar von 1,3 auf 2,4 Millionen Euro fast verdoppelt. Der Sieger bekommt im kleinen Europacup 6,5 statt 5 Millionen Euro.

Mindestens verdoppelt im Vergleich zum Turnier 2012 werden zudem die Abstellgebühren für die Spieler bei der EM 2020. 200 Millionen Euro oder acht Prozent der Gesamteinnahmen sind seitens der Uefa garantiert. Für die Europameisterschaft im kommenden Jahr waren bereits zuvor 150 Millionen Euro Kompensationszahlungen für die Klubs vereinbart worden. Erst vor knapp zwei Wochen hatte die ECA mit der Fifa eine Übereinkunft ausgehandelt, die je 209 Millionen Dollar (fast 200 Millionen Euro) für die Abstellung für die Weltmeisterschafts-Turniere 2018 in Russland und 2022 in Katar einbringt.