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Empörung über Vertrag für Dopingsünder Gatlin

Der Vertrag des US-Sportartikelherstellers Nike für den früheren Dopingsünder und Weltklassesprinter Justin Gatlin, 33, hat weltweit Empörung und Unverständnis bei Athleten ausgelöst.

„Diese Leute gehören überhaupt nicht in einen Wettkampf, da ist die Ausrüsterfrage nur ein weiteres Problem“, sagte der deutsche Sprint-Rekordler Julian Reus. Gatlin, Olympiasieger 2004 und Weltmeister 2005, war seit 2001 mehrfach wegen Dopings gesperrt. Seit seiner Rückkehr 2010 ist Gatlin in die Weltspitze zurückgesprintet. „Ich bin überrascht“, sagte DLV-Präsident Clemens Prokop. Nike ist Ausrüster des deutschen Verbandes.

„Ich bin sehr enttäuscht, diese Nachricht zu hören“, sagte die Marathon-Weltrekordlerin Paula Radcliffe der Zeitung „The Guardian“. Die Britin ist bei Nike unter Vertrag. „Es sind nicht die Grundwerte von Nike, die ich stolz vertrete.“ Der Berliner Diskus-Olympiasieger Robert Harting hatte die Einladung des Weltverbandes IAAF für die Wahl des „Leichtathleten des Jahres 2014“ abgelehnt, weil er gemeinsam mit Gatlin auf der Kandidatenliste stand.