Handball

Stochls Paraden treiben Füchse zum nächsten Heimsieg

Berliner Handballer gewinnen mit 32:24 gegen Wetzlar

Und immer wieder Petr Stochl. Mal spitzelte der 38-Jährige den Ball mit den Fingerspitzen über die Latte, dann wieder warf er sich mit seinem ganzen Körper vehement in den Wurf des Gegners. „Petr Stochl“-Sprechchöre schallten durch die Max-Schmeling-Halle. Für die Angreifer aus Wetzlar war der Schlussmann der Füchse kein Quell der Freude, mit einer überragenden Leistung (20 Paraden) sicherte der Torwart den 32:24 (20:11)-Erfolg der Berliner im Bundesligaspiel gegen die HSG Wetzlar. Es war der siebte Heimsieg in Folge.

„Wir sind super glücklich, das waren eine richtig gute Abwehrleistung und Torhüterleistung“, freute sich Trainer Dagur Sigurdsson. Mit dem Erfolg gelang den Füchsen auch eine Wiedergutmachung für die „fürchterliche erste Halbzeit“ (Geschäftsführer Bob Hanning) zuletzt im EHF-Cup gegen den FC Porto. Dort hatten zahlreiche Fehler die Verantwortlichen zum Verzweifeln gebracht. Dazu gab es am nun keinen Anlass. Die Füchse spielten von Beginn an konzentriert, machten wenig Fehler und waren im Angriff konsequent. So übernahmen sie von Beginn an die Führung und entschieden die Partie früh (10:5/18. Minute, 18:10/28.). „Wir waren darauf aus, nach dem Spiel gegen Porto das nötige Selbstbewusstsein für den Rest der Saison zu holen. Das ist uns gelungen“, sagte Hanning.

Eine Schrecksekunde gab es vor der Pause. Da krachten Evgeni Pevnov und Fabian Wiede mit den Köpfen zusammen, beide Profis mussten behandelt werden, konnten aber weiterspielen. Das große Finale lieferte der Japaner Kohei Narita. Der 25-Jährige ist im Rahmen eines Austauschprogrammes in Berlin, spielt in der zweiten Mannschaft. Weil Bartlomiej Jaszka noch Schmerzen an der Schulter hat, durfte der Japaner auflaufen und erzielte in der 55. Minute seinen ersten Bundesligatreffer zum 30:21. Sigurdsson: „Jetzt werden in Japan sicher alle verrückt werden.“ Und Hanning sagte gut gelaunt: „Wir werden jetzt den japanischen Mark erobern.“