Kino

Fußball-Festival im Babylon: Filme zwischen Kreis- und Königsklasse

Das Runde muss nicht nur in, sondern auch auf das Eckige, in diesem Fall auf eine Kinoleinwand.

Finden zumindest die Macher des „11-mm-Fußballfilmfestivals“ – und setzen ihre Vision nun bereits zum zwölften Mal in die Tat um. Vom 19. bis 23. März zeigen sie im Kino Babylon in Mitte einen Mix aus Spielfilmen, Dokumentationen und Kurzfilmen. Das Besondere: Alle Beiträge drehen sich rund um das Thema Fußball.

Eröffnet wird das Festival mit der Doku „Messi – Der Film“, einem Porträt des wohl besten Fußballspielers der Welt. Das Drehbuch stammt aus der Feder von Jorge Valdano, 59, der 1986 mit Argentinien die Fußball-Weltmeisterschaft gewann und in seinem Heimatland zu den großen „Fußball-Intellektuellen“ zählt. Umgesetzt wurde sein Skript vom spanischen Starregisseur Alex de la Iglesia.

Nicht weniger ansprechend klingt die Geschichte hinter „Next Goal Wins“, einer Dokumentation über Amerikanisch Samoa, die erfolgloseste Fußballnationalmannschaft des Planeten. 2001 verlor das Team 0:31 gegen Australien – ein eher unrühmlicher Weltrekord. An der fußballerischen Qualität hat sich 15 Jahre später nicht viel geändert. Auf einen Sieg wartet der Inselstaat vergeblich, nur neun Teams sind laut Weltrangliste schlechter. Ans Aufgeben denkt in Amerikanisch Samoa trotzdem niemand, im Gegenteil: Der niederländische Trainer Thomas Rongen hat Hoffnungen geweckt.

Weltmeisterschaft im Fokus

Aus 170 Einsendungen haben die Veranstalter über 40 Filme ausgewählt. Das Themenspektrum ist gefächert. Ein Jahr nach der WM in Brasilien widmen sich ihr gleich mehrere Filme. Auch das Champions-League-Finale, in diesem Jahr ausgetragen in Berlin, wirft seine Schatten voraus. Zur Einstimmung werden mehrere Beiträge zur Königsklasse gezeigt, darunter „L’últim partit“, ein Film über die niederländische Fußball-Ikone Johan Cruyff und dessen Beziehung zu Katalonien. Der letzte Festivaltag steht dann ganz im Zeichen der „Shortkicks-Gala“, dem jährlichen Kurzfilmwettbewerb. Mit dabei: Die Weltpremiere des Berliner Beitrags „Im Glanze dieses Glückes“.

Das Festivalpogramm im Überblick www.11-mm.de