Champions League

Nach Elfmeter-K.o.: Leverkusen verteidigt seine Fehlschützen

Das Bankett von Bayer Leverkusen nach dem Elfmeter-Debakel bei Atlético Madrid wirkte wie eine Trauerfeier.

„Wenn man drei Elfmeter verschießt, ist das bitter. Wir waren ganz nahe dran“, klagte Sportdirektor Rudi Völler nach dem Achtelfinal-Aus in der Champions League am Dienstag. „Im nächsten Jahr wollen wir es besser machen.“

Untröstlich waren die Bayer-Profis: „Es herrschte Totenstille in der Kabine“, berichtete Trainer Roger Schmidt. „Wenn man soviel investiert hat und am Ende mit leeren Händen dasteht, ist das extrem enttäuschend.“ Da gebe es „keine Worte der Welt“, um eine Mannschaft aufbauen zu können. „Wir haben alles gegeben, mehr war nicht möglich“, befand er. Besonders unter die Haut ging das Elfmeter-Desaster den Fehlschützen Hakan Calhanoglu, Ömer Toprak und besonders Stefan Kießling. Der Torjäger donnerte den letzten Elfer über das Tor und besiegelte den K.o. „Das ist bitter. Doch man muss auch erst mal den Mut haben, sich dem zu stellen. Einfacher ist, nicht zu schießen“, sagt Kapitän Simon Rolfes. Kießling weinte nach dem kapitalen Fauxpas hemmungslos und verließ wortlos das Estadio Vicente Calderón. Endstation Achtelfinale hieß es für die Leverkusener schon 2005, 2012 und 2014. Nun will der Bundesligavierte in der kommenden Saison einen neuen Anlauf machen.