Fußball

Zuschauer-Tumulte beim Derby Union II gegen BFC Dynamo

Wegen Zuschauer-Tumulten ist die Regionalliga-Partie zwischen dem 1. FC Union II und BFC Dynamo (0:1) am Sonntag vorübergehend unterbrochen worden.

BFC-Anhänger hatten im Stadion an der Alten Försterei im Auswärtsblock ein Transparent entrollt. Daraufhin versuchten etwa 50 bis 60 schwarzgekleidete Union-Fans dorthin zu gelangen. Ordner und Polizisten konnten sie daran hindern. Zuvor soll auch Pyrotechnik gezündet worden sein, sagte ein Polizeisprecher der Morgenpost.

Schiedsrichter Eugen Ostrin aus Eisenach pfiff die Partie in der 81. Minute beim Stande von 0:1 für den BFC vorübergehend ab. Beide Fußball-Mannschaften verließen den Platz. Nach gut einer Viertelstunde konnte die Partie vor mehr als 8000 Zuschauern fortgesetzt werden. Es blieb beim 0:1 (Tor: Zurawski /53.).

Vorübergehende Festnahmen

Rund 300 Polizisten waren bei der Begegnung im Einsatz. Nach dem Spiel kam es zu Auseinandersetzungen und Handgreiflichkeiten mit der Polizei . Nach Polizeiangaben kam es daraufhin vereinzelt zu vorübergehenden Festnahmen.

Die Rivalität zwischen den beiden alten Ost-Klubs ist hinlänglich bekannt. Rund 2000 Anhänger aus Hohenschönhausen waren nach Köpenick gekommen. Der Gästeblock war ausverkauft und die Einsatzkräfte in Alarmbereitschaft versetzt. Schließlich trafen nach langer Zeit mal wieder beide Vereine in dieser Größenordnung aufeinander. Zuletzt fand das Duell oft zeitgleich mit dem Spiel der Union-Profis statt, sodass das Aufeinandertreffen der Amateure deshalb in den Hintergrund rückte.

Schon beim bis dahin letzten Derby zwischen Union und dem BFC mit einem ähnlich großen Publikum kam es zu Zuschauer-Tumulten. Im Mai 2006 musste das Spiel abgebrochen werden, als im Oberliga-Spiel der beiden ersten Mannschaften BFC-Anhänger auf den Rasen im Sportforum gestürmt waren und es zu einer Massenschlägerei unter den Fans kam. Am Sonntag konnte die Polizei dies verhindern.