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Sachenbachers neues Leben

Dopingfall Bei den Winterspielen von Sotschi hatte Biathletin Evi Sachenbacher-Stehle, 34, für einen Dopingfall im deutschen Team gesorgt und wurde zwei Jahre gesperrt. Der Sportgerichtshof Cas verkürzte im November auf sechs Monate. Kurz darauf trat die Langlauf-Olympiasiegerin von 2002 zurück und lebt nun in Kössen/Tirol. Auf eine vorerst angedachte Schadenersatzklage verzichtete sie: „Ich habe meinen Frieden gemacht.“

Teepulver Als Ursache für den positiven Test wurde ein Teepulver ausgemacht, eine Beerenfrucht, die man auch im Bio-Laden bekommt: „Ein großer Fehler.“

6 Wochen versteckte sich Sachenbacher-Stehle damals bei der Familie ihres Mannes. „Von daheim hörte ich, dass Reporter in unserem Garten waren, einige den Nachbarn Geld boten, wenn sie auf deren Balkon durften, um beste Sicht auf unser Haus zu haben. Das war brutal. Momente, in denen ich nur auswandern wollte und nie mehr zurückkommen.“ In diesem Winter gab sie aber schon wieder in Reit im Winkl Langlaufkurse für Urlauber und Kinder, mit positiver Resonanz.

Waffe als Erinnerung Geschossen hat Sachenbacher seit Sotschi nicht mehr. Ihr Gewehr bewahrt sie aber daheim im Waffenschrank auf.