Volleyball

BR Volleys machen mit den Netzhoppers kurzen Prozess

Nein, als Vorbereitung auf das Final Four der Champions League in zwei Wochen taugte das Spiel wirklich nicht.

Ein Viertelfinale um die deutsche Volleyball-Meisterschaft ist eben „einfach ein anderes Level“, sagte Robert Kromm, Außenangreifer der BR Volleys. Und bei allem Respekt, die Netzhoppers KW-Bestensee sind nun einmal auch nicht zu vergleichen mit Zenit Kasan. Es ging für den Deutschen Meister vor allem darum, das erste Aufeinandertreffen der Serie nach dem Modus „Best of three“ schadlos zu überstehen. Das ist dem Titelverteidiger gelungen. Mit 3:0 (25:19, 25:16, 25:13) gewannen die Berliner souverän und steigerten sich von Satz zu Satz. Sehr wahrscheinlich wird die Aufgabe am Mittwoch nach dem Rückspiel in Bestensee erledigt und das Halbfinale erreicht sein.

„Es war ganz okay“, sagte Trainer Mark Lebedew zur Leistung seiner Mannschaft, „der erste Satz war nicht besonders gut, wir hatten drei Wochen kein Pflichtspiel, das hat man gesehen. Aber dann sind wir in unseren Lauf gekommen.“ Vor 5263 Zuschauern in der Schmeling-Halle punkteten Kromm (16) und Paul Carroll (14) am besten. Auch Kapitän Scott Touzinsky und die Shoji-Brüder Kawika und Erik überzeugten.

Bis zum letzten März-Wochenende in eigener Halle gibt es allerdings noch Verbesserungsmöglichkeiten. Etwa bei den Aufschlägen, einem der wenigen Elemente, die man für Kasan hätte üben können, da ging einiges schief: 17 Service-Fehler unterliefen den BR Volleys. „Ein paar zu viel“, fand auch Kromm, „doch wir haben das Ding ja trotzdem ziemlich deutlich gewonnen.“ Geschäftsführer Kaweh Niroomand war ebenfalls mit der Vorstellung seines Teams einverstanden, nicht nur, weil so viele Fans wie noch nie bei diesem Derby zuschauten. „Es ist nicht so leicht, das jetzt zu schaffen“, sagte er, „aber der Mannschaft ist es gelungen, die Konzentration auf die Netzhoppers hochzuhalten.“