Erfolg

Dank de Bruyne träumt Wolfsburg vom Viertelfinale

Europa League: Belgier trifft zweimal beim 3:1 gegen Inter

Matchwinner Kevin de Bruyne stand vor den begeisterten Fans auf dem Zaun und stimmte die Sieges-Humba an, seine Mitspieler feierten auf dem Rasen ausgelassen die erfolgreiche Aufholjagd gegen Inter Mailand: Der VfL Wolfsburg hat in der Europa League nach einem 3:1 (1:1) gegen den italienischen Renommierklub gute Chancen auf den Einzug ins Viertelfinale. Gefeierter Mann war der überragende de Bruyne. Der belgische Nationalspieler leitete den Ausgleichstreffer von Naldo (28.) mit einer Ecke ein, dann schoss er den einzig noch im Wettbewerb verbliebenen Fußball-Bundesligisten mit zwei Toren (63. und 76.) zum Sieg. „Es war nicht einfach heute. Wir haben ein gutes Spiel gezeigt, auch wenn es nach dem frühen Rückstand nicht einfach war“, sagte de Bruyne angesichts des frühen Gegentreffers durch Rodrigo Palacio (5.).

Klaus Allofs war begeistert über die Vorstellung des Teams und von de Bruyne. „Kevin hat ein tolles Spiel gemacht in der zweiten Halbzeit. 3:1 ist ein tolles Ergebnis. Inter hat sich hinten reingestellt. Dann noch so viele Chancen rauszuspielen, ist schon eine Leistung“, sagte der VfL-Manager. Im Rückspiel in einer Woche im Giuseppe-Meazza-Stadion reicht den Niedersachsen beim 18-maligen italienischen Meister so selbst eine knappe Niederlage zum ersten Viertelfinal-Einzug auf europäischer Bühne seit fünf Jahren. Abwehrchef Naldo wird wegen einer Gelbsperre allerdings fehlen. Daher warnt Allofs vor zu großer Euphorie: „In Mailand muss man wieder ein tolles Spiel zeigen.“ Trainer Dieter Hecking erwartet einen „heißen Tanz“.

Die Italiener, die ohne den nicht spielberechtigten Weltmeister Lukas Podolski antraten, spielten zu Beginn vor 25.374 Zuschauern mutig nach vorn und wurden durch die frühe Führung belohnt. Vorausgegangen war jedoch ein verlorener Zweikampf des erneut schwach spielenden André Schürrle. Der frühere Münchner Xherdan Shaqiri ist guter Dinge, dass Inter das Duell noch drehen kann. „In der zweiten Halbzeit haben wir Wolfsburg zu viele Räume gelassen. Aber es gibt noch ein Rückspiel“, warnte er.