Volleyball

Den BR Volleys fehlen noch zehn Siege zum Glück

Ziel sind Titel in Meisterschaft und Champions League

Am Sonntagnachmittag musste Mark Lebedew sich entscheiden. Sollte er im Livestream das Pre-Play-off der Bundesliga verfolgen, wo zwischen der VSG Coburg/Grub und den Netzhoppers KW-Bestensee der Viertelfinalgegner der BR Volleys im Kampf um die Deutsche Meisterschaft ermittelt wurde? Oder die Spiele der polnischen Liga beobachten, wo Resovia Rzeszow und Skra Belchatow unterwegs sind, potenzielle Kontrahenten im Final Four der Champions League?

Der Trainer der BR Volleys entschied sich für beides, zappte hin und her. So, wie er am liebsten auch mit seiner Mannschaft in beiden Wettbewerben auftrumpfen würde. „Das ist, was Spaß macht am Ende der Saison“, sagt der Australier, „die wichtigsten Momente rücken immer näher. Alle sind motiviert.“ Verletzungsprobleme gibt es auch keine. Und alle sind bei bester Kondition – was zeigt, dass im Trainingsaufbau vieles richtig gemacht worden ist.

Sonnabend gegen die Netzhoppers

Die vergangene Woche zu Gast bei Arkas Izmir hat das gezeigt, wo in Tests gegen ein starkes europäisches Team, das 2012 im Final Four der Champions League stand, einmal gewonnen und einmal unentschieden gespielt wurde. „Gutes Training, gute Spiele, gute drei Tage“, beschreibt Lebedew den Ausflug. Dienstag unternimmt das Team den nächsten Kurztrip, diesmal nach Norditalien, um Testspiele gegen Parmareggio Modena und Calzedonia Verona zu bestreiten. Danach wird nicht mehr probiert, dann gibt es nur noch K.-o.-Spiele. Läuft alles nach Plan, bis Ende April/Anfang Mai.

„Die Stimmung ist fantastisch“, sagt Kapitän Scott Touzinsky, seit der Niederlage in Lüneburg im Januar sei das Team immer besser in Form gekommen. Natürlich steht das Final Four im Mittelpunkt. „Das ist das beste Turnier in Europa, mit den besten Spielern der Welt. Wir haben eine große Chance“, glaubt der Olympiasieger aus den USA, „denn wir haben bewiesen, dass wir in der Schmeling-Halle große Gegner schlagen können.“ Auch Lebedew, auf seine Ziele angesprochen, antwortet trocken: „Ich wünsche mir zehn Siege und beide Titel.“ Dem im Wege steht zunächst ein etwas kleinerer Gegner. Am Sonnabend (18.30 Uhr) geht es im ersten Viertelfinale in der Schmeling-Halle gegen die Netzhoppers, die sich gegen Coburg/Grub zweimal mit 3:1 durchsetzten.

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