Sieg

600. Bundesligasieg beendet Heimfluch des 1. FC Köln

Erster Dreier seit Oktober beim 4:2 über Eintracht Frankfurt

Der 1. FC Köln hat dank eines furiosen Finales vor 50.000 Fans seinen Heimfluch gebannt und mit dem 600. Bundesliga-Sieg seiner Geschichte einen Schritt aus dem Tabellenkeller gemacht. Die Rheinländer gewannen gegen Eintracht Frankfurt mit 4:2 (1:0) und verbesserten sich auf Rang elf.

Die erste Führung des FC durch das erste Liga-Tor von Winter-Zugang Deyverson (28.) hatte Alex Meier noch egalisiert (58.). Dann schlug aber der FC eiskalt zu. Marcel Risse (72.), Yuya Osako (79.) und Anthony Ujah (82.) machten den zweiten Heimsieg und den bislang höchsten Sieg in dieser Saison perfekt. Meyer konnte in der Nachspielzeit (90.+3) für die Gäste nur noch verkürzen, führt aber mit 18 Treffern die Torjägerliste vor Arjen Robben (FC Bayern) an. Kevin Wimmer hatte mit einem Foul gegen Haris Seferovic den Strafstoß verursacht und dafür die Rote Karte gesehen. „Insgesamt überwiegt die Freude über den Sieg. Sicher ist es am Ende ärgerlich, dass mal wieder die Dreifachbestrafung greift“, sagte FC-Sportchef Jörg Schmadtke.

Auswärts weiter zu schwach

Kölns Trainer Peter Stöger hatte dem im Januar verpflichteten Brasilianer Deyverson eine Bewährungschance von Beginn an gegeben. Bei der Eintracht kehrte Carlos Zambrano nach Sperre zurück, zudem rückte Chelsea-Leihgabe Lucas Piazon in die Startelf. Das Team von Trainer Thomas Schaaf ist nun schon seit Ende November (3:1 in Mönchengladbach) auswärts sieglos.

In der zweiten Sonntags-Partie kam Bayer Leverkusen beim Aufsteiger SC Paderborn zu einem 3:0 (0:0)-Erfolg und rückte auf Rang vier vor. Torschützen in dem umkämpftem Spiel waren Kyriakos Papadopoulos (73.) sowie Heung-Min Son (85./90+3). Das Resultat überraschte insofern, als Paderborn bis kurz vor Ende gleichwertig war.

„Wenn ich nach dem Spiel auf die Anzeigetafel gucke und ein 0:3 sehe, dann ist das der absolute Wahnsinn. Wir haben sehr gut und leidenschaftlich agiert“, sagte SCP-Trianer André Breitenreiter. Auch Bayer-Kollege Roger Schmidt wusste, dass es ein schmeichelhafter Sieg war. „Paderborn war zweikampfstark und sehr gut organisiert. Wir haben lange keine Mittel gefunden. Nach dem Standard zur Führung haben wir die Räume sehr gut genutzt.“

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