Titel

Zwei Hundertstel Vorsprung machen Arndt zum Bob-König

Titelverteidiger Maximilian Arndt aus Oberhof hat sich bei den Weltmeisterschaften in Winterberg erneut zum König des Bob-Sports gekrönt, ein Jahr nach der historischen Olympia-Pleite von Sotschi machte der 27-Jährige das triumphale Comeback der deutschen Schlitten damit perfekt.

In einer der spannendsten Entscheidungen der vergangenen Jahre gewann Arndt mit lediglich zwei Hundertstelsekunden Vorsprung vor dem ganz starken Debütanten Nico Walther (Riesa), der für den ersten deutschen WM-Doppelsieg in der Königsdisziplin seit 2011 (Manuel Machata/Karl Angerer) sorgte. Top-Favorit Oskars Melbardis (Lettland) musste in den Läufen drei und vier seine Führung abgeben und sich letztlich mit Bronze begnügen.

„Der erste Titel war schon geil. Aber hier, bei so einem Publikum und in einem so spannenden Wettkapf, ist es besonders geil“, sagte der alte und neue Champion Arndt. Vor seinem letzten Lauf „wusste ich, dass der Titel nach Deutschland geht. Aber dann wollte ich den holen“, so Arndt weiter. Bundestrainer Christoph Langen jubelte: „Meine Laune könnte nicht besser sein.“

Francesco Friedrich (Oberbärenburg), der in der Vorwoche seinen Weltmeistertitel im Zweier erfolgreich verteidigt hatte, belegte mit fünf Hundertstelsekunden Rückstand auf Melbardis den undankbaren vierten Platz. Junioren-Weltmeister Christoph Hafer (Bad Feilnbach) belegte den 16. Rang.

Wie bei den letzten Welttitelkämpfen 2013 in St. Moritz (Schweiz) gehen die Titel im großen und kleinen Schlitten damit an Arndt und Friedrich, insgesamt holten die deutschen Fahrer sechs von neun möglichen Medaillen. Noch vor gut zwölf Monaten hatten im russischen Sotschi die ersten Olympischen Winterspiele ohne Edelmetall seit 50 Jahren den deutschen Bob-Verband BSD in eine tiefe Krise gestürzt.