Champions League

Dortmund ist hinten nicht dicht

Nach der Niederlage in Turin bangt der BVB um den Sprung ins Viertelfinale

Roman Weidenfeller wollte gar nicht groß lamentieren. „Mit dem 1:2 kann man sicher leben“, sagte der Torwart von Borussia Dortmund: „Die Partie war ziemlich ausgeglichen, und das Ergebnis spiegelt auch wider, das der Unterschied nicht so groß gewesen ist.“ Groß genug immerhin, um die Dortmunder nach dem 1:2 (1:2) im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League bei Juventus Turin um das Weiterkommen bangen zu lassen. Denn unter dem Strich betrachtet, war der Bundesligist mit der knappen Niederlage noch gut bedient gegen eine Turiner Mannschaft, die am Dienstagabend wahrlich keine Bäume ausgerissen, jedoch die besseren Torchancen besessen hat. Der BVB muss das Rückspiel am 18. März in jedem Fall gewinnen, um die Runde der besten Acht zu erreichen. Und dazu ist eine Leistungssteigerung vor allem in der Defensive nötig.

Beim ersten Gegentreffer patzte Keeper Roman Weidenfeller, und auch die erzwungenen Umstellungen in der Dortmunder Defensive machten sich vor 41.182 Zuschauern negativ bemerkbar. Vor Anpfiff musste BVB-Coach Jürgen Klopp kurzfristig auf Neven Subotic wegen eines Magen-Darm-Infekts verzichten, nach einer halben Stunde der ruppigen Partie humpelte Linksverteidiger Lukasz Piszczek nach einem rüden Foul von Paul Pogba mit lädiertem Knöchel in die Kabine.

Ermutigt von drei Ligasiegen nacheinander präsentierte sich Dortmund zunächst noch erstaunlich selbstbewusst, setzte das Heimteam mit viel Ballbesitz und hoher Passquote unter Druck, ohne jedoch ernsthaft vor das Tor von Gianluigi Buffon zu kommen. Juve kam stattdessen gleich mit der ersten gefährlichen Aktion zur Führung. Die Hereingabe von Álvaro Morata, den Sokratis auf der rechten Abwehrseite nicht stoppen konnte, wehrte Weidenfeller unglücklich in die Mitte ab. Carlos Tévez schob ohne Mühe ein (13.). Auch im achten Duell mit Juve blieb Dortmund nicht ohne Gegentor.

Es entsprach dem Niveau des Spiels, dass auch der Dortmunder Ausgleich durch einen kapitalen Abwehrfehler ermöglicht wurde. Nur fünf Minuten nach dem Rückstand nutzte Marco Reus einen Ausrutscher von Turins Giorgio Chiellini eiskalt zum Ausgleich. Die hochgelobte Juve-Defensive zeigte sich beeindruckt. Doch kurz vor der Pause bestrafte Morata eine erneute Unaufmerksamkeit der BVB-Abwehr (43.).

Nach dem Seitenwechsel blieb der BVB zumindest optisch ein gleichwertiger Gegner, tat sich jedoch beim Herausspielen von Torchancen schwer. Auf der anderen Seite verpasste Tévez nur knapp das 3:1 (71.), ein Schuss von Roberto Pereyra (86.) strich nur Zentimeter am Pfosten vorbei. „Das 1:2 ist für uns ein Top-Ergebnis, das uns im Rückspiel in drei Wochen alle Optionen lässt“, war BVB-Trainer Klopp angesichts der größeren Chancen auf Turiner Seite nicht unzufrieden: „Wenn sich Piszczek nicht schwerer verletzt hat, ist es ein Superabend gewesen.“

Barcelona gewinnt dank Suarez

Dank Luis Suarez steht der FC Barcelona vor dem erneuten Einzug ins Viertelfinale der Champions League. Durch zwei Treffer des Uruguayers (16./30.) gewannen die Katalanen ihr Achtelfinal-Hinspiel beim englischen Meister Manchester City mit 2:1 (2:0) und schufen sich eine hervorragende Ausgangslage für die zweite Begegnung am 18. März im Nou-Camp. Sergio Agüero (69.) verkürzte für ManCity, das in der 74. Minute zudem Gael Clichy durch eine Gelb-Rote Karte verlor.

In der Nachspielzeit verschoss Lionel Messi sogar noch einen Foulelfmeter für Barcelona und verpasste damit sein 75. Tor in der Champions League.