Wintersport

Teamgeist ist das Erfolgsgeheimnis bei der Ski-WM

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Deutsche Athleten erleben in Falun wieder goldene Zeiten

Eric Frenzel sah etwas blass aus, Carina Vogt war leicht müde – nur Severin Freund sprühte schon wieder vor Tatendrang. Der WM-Ruhetag kam den deutschen Ski-Assen nach dem emotionalen Gold-Sonntag mit den Siegen der Nordischen Kombinierer und im Skisprung-Mixed gerade recht. Zwar gab es keine rauschende Titel-Party, doch die freien Stunden taten allen gut und wurden zum Aufladen der Akkus für die weitere Medaillenhatz genutzt.

Fünfmal standen die deutschen Athleten in Falun (Schweden) schon auf dem WM-Podest, viermal sogar ganz oben. Im Medaillentableau liegt Deutschland (4/1/0) hinter den dominanten Norwegern (6/3/2) und deutlich vor den Russen (1/1/0) auf Rang zwei. Ein WM-Sieg noch bis Sonntag und die beste Bilanz einer deutschen nordischen Mannschaft wäre eingestellt. Vor 31 Jahren holten die DDR-Sportler fünfmal Gold.

Kein Wunder, dass Franz Steinle, Präsident des Deutschen Skiverbandes (DSV), am Montag bestens gelaunt seinen Wunsch für die zweite Wettkampfwoche verkündete: „Es wäre natürlich schön, wenn es in dieser Taktung weitergehen würde.“ Das hoffen die Protagonisten auch. „Ich freue mich auf die große Schanze. Da können wir erneut angreifen. Das Gold ist eine riesige Erleichterung für das gesamte Team“, sagte Skispringer Severin Freund.

Die Stimmung im streng bewachten deutschen Mannschaftsquartier könnte nach dem perfekten WM-Start kaum besser sein. „Nach vier Wettkampftagen können wir ein überaus positives Fazit ziehen“, sagte Steinle. Neben der reichen Medaillenausbeute lobte er vor allem die „sehr gute Atmosphäre unter den einzelnen Teams. Es ist positiv, wie sie sich untereinander vernetzen und austauschen.“ Für Hermann Weinbuch, Bundestrainer der Kombinierer, ist dies ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg. „Wir sind eine große Familie, es ist ein Teamspirit da. Das macht einfach Spaß. Man spürt, dass dies etwas Besonderes ist. Da kann man große Leistungen bringen“, berichtete er begeistert.

Sportdirektorin Karin Orgeldinger hob ebenfalls das hervorragende Klima unter den Athleten hervor. „Die gesamte Mannschaft ist eine Einheit. Das wirkt sich aus. Wir hoffen, dass dieses Teamgefüge die Langläufer mitzieht, damit die auch noch eine Medaille machen“, sagte sie. In der Loipe gingen die DSV-Athleten bisher leer aus.