Volleyball

BR Volleys warten nach elf Siegen jetzt auf ihre nächsten Gegner

Die BR Volleys hätten sich jetzt eigentlich ein paar etwas ruhigere Tage verdient.

„Wir können mit einem guten Gefühl in die Vorbereitung gehen“, sagte jedoch Kapitän Scott Touzinsky nach dem 3:0 gegen Düren zum Abschluss der Bundesliga-Hauptrunde; sein Team beendete sie als Zweiter hinter dem VfB Friedrichshafen. Vorbereitung, das heißt: So schön die vergangenen elf Pflichtspiel-Siege in Folge auch waren – die wahren Ziele kommen für die Berliner jetzt erst. Mit dem Final Four in der Champions League Ende März. Und mit dem Play-off um die Deutsche Meisterschaft. Das erfordert neue Anstrengungen.

Von „Feinschliff“ spricht Trainer Mark Lebedew. Der Australier präzisiert: Die kleinen Dinge müssten noch besser funktionieren, wenn man große Spiele auch gewinnen wolle. Wer die Gegner in diesen großen Spielen sein werden, das wissen die Berliner noch nicht. In der Champions League werden in den Partien Resovia Rzeszow/Polen gegen Lokomotiv Nowosibirsk, Sir Safety Perugia gegen PGE Skra Belchatow/Polen und Halkbank Ankara gegen Zenit Kasan die drei Teams ermittelt, die neben Gastgeber BR Volleys beim Final Four in der Schmeling-Halle antreten dürfen. Titelverteidiger Belgorie Belgorod aus Russland hat sich gegen Ankara überraschend schon aus dem Wettbewerb verabschiedet. Das wichtigste Vereinsturnier des Kontinents findet am 28./29. März statt.

Zwei Wochen vorher beginnt das Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft. Lebedew rechnet in dieser Runde mit den Netzhoppers KW-Bestensee, aber die müssen sich zunächst im Pre-Play-off gegen Coburg durchsetzen. Liefe alles nach Plan, träfen die BR Volleys im Halbfinale erneut auf Düren und in der Finalserie wie in den vergangenen beiden Jahren auf Friedrichshafen. Doch was lässt sich im Sport schon wirklich planen?

Training in der Türkei und in Italien

Das ist mit Trainingslagern deutlich einfacher. Um sich besagten Feinschliff zu holen, werden die Berliner zweimal ins Ausland reisen. Am 3. März fliegt Lebedew mit seiner Mannschaft für vier Tage in die Türkei. In der Woche darauf ist Norditalien das Ziel. Dort soll aber nicht nur trainiert, sondern auch gegen Topteams in Testspielen die Form überprüft werden. Auf ruhigere Tage muss das Team also noch eine Weile warten.