Debatte

Italien: Sacchi sorgt für neuen Rassismusskandal

Italiens ehemaliger Nationaltrainer Arrigo Sacchi, 68, hat bemängelt, dass zu viele Ausländer im italienischen Fußball im Einsatz sind.

„Es gibt zu viele Schwarze in Italiens Jugendmannschaften. Italien hat keine Würde, keinen Stolz. Es ist unannehmbar, Teams mit 15 Ausländern zu haben“, sagte der alte ehemalige Erfolgscoach bei einer Preisverleihung in der toskanischen Stadt Montecatini.

Sacchi bestritt den Vorwurf der Ausländerfeindlichkeit. „Ich bin bestimmt kein Rassist, meine Erfahrung als Trainer bezeugt dies. Als Milan-Coach habe ich Frank Rijkaard trainiert. Doch es ist unbestreitbar, dass in den Jugendteams zu viele Ausländer im Einsatz sind“, sagte Sacchi. Der Berater des dunkelhäutigen italienischen Nationalspielers Mario Balotelli, Carmine Raiola, nannte Sacchi „ignorant“: „Wenn ich Sacchis Erklärung höre, schäme ich mich, ein Italiener zu sein.“ Italien diskutiert seit einiger Zeit über die Zahl ausländischer Profis in der Serie A, auch Verbandspräsident Carlo Tavecchio hatte im vergangenen Jahr mit rassistischen Aussagen in dieser Debatte für Negativ-Schlagzeilen gesorgt.