Wintersport

Deutsche Rodler gewinnen zweimal Gold bei der WM

Letten spielen DDR-Hymne bei Siegerehrung von Wendl/Arlt

Die Olympiasieger Natalie Geisenberger und Tobias Wendl/Tobias Arlt haben den deutschen Rodlern bei der Weltmeisterschaft in Sigulda einen goldenen Auftakt beschert. Top-Favoritin Geisenberger (Miesbach) verteidigte ihren Einzel-Titel am Sonnabend. Zuvor hatten Wendl/Arlt (Berchtesgaden/Königssee) bei den Doppelsitzern ebenfalls ihren zweiten WM-Titel in Folge gefeiert, die Mitfavoriten Toni Eggert/Sascha Benecken (Ilsenburg/Suhl) enttäuschten auf Rang vier mit ihrem schlechtesten Ergebnis der Saison. Bronze gab es in Lettland für Geisenbergers Dauerrivalin Tatjana Hüfner (Friedrichroda).

„Ich bin überglücklich und stolz, die letzten Erfolge waren keine Eintagsfliege“, sagte Geisenberger mit Blick auf ihren WM-Sieg in Whistler 2013 und den Olympiatriumph 2014 in Sotschi: „Das letzte Jahr ist extrem gut gelaufen, und jetzt konnte ich das Niveau halten.“ Tatjana Iwanowa aus Russland holte sich Silber mit fünf Tausendsteln vor Hüfner.

Geisenberger hatte im nacholympischen Winter bislang sieben von neun Entscheidungen im Weltcup und im neu eingeführten Sprint-Wettbewerb gewonnen, einzig bei der WM-Generalprobe vor zwei Wochen in Lillehammer erlebte sie mit Rang fünf eine Enttäuschung – ließ sich aber nicht beeindrucken. Die Doppelsitzer Wendl und Arlt haben genau zur rechten Zeit ihre Form wiedergefunden. Der wichtigste Sieg der Saison gelang vor den Österreichern Peter Penz/Georg Fischler und den Italienern Christian Oberstolz/Patrick Gruber. Bei der Siegerehrung lagen die lettischen Veranstalter aber daneben: Sie spielten die Nationalhymne der DDR.

( sid )