Riesenslalom

Reichelt gewinnt zweites WM-Gold für Österreich

Deutsche fahren beim Super-G in Beaver Creek weit hinterher

Ganz oben auf dem Podest ging Hannes Reichelt, 34, in die Hocke und sprang dann hoch in die Luft. Als sich die abgeschlagenen deutschen Skirennfahrer nach dem Super-G schon längst aus ihren Rennanzügen geschält hatten, bejubelte der Österreicher den ersten WM-Titel seiner Karriere. Zwölf Jahre nach Altmeister Stephan Eberharter sicherte er den Ski-Herren der Alpenrepublik wieder einen WM-Erfolg in dieser Disziplin. Zwei Tage zuvor hatte bereits Landsfrau Anna Fenninger gewonnen. „Es ist unbeschreiblich. Es hat ja schon geheißen: Der Reichelt hat es bei einem Großereignis noch nie gebracht“, jubelte Reichelt, der in Beaver Creek mit 0,11 Sekunden Vorsprung auf den Kanadier Dustin Cook gewann. Dritter wurde der Franzose Adrien Theaux.

Topfavorit Kjetil Jansrud aus Norwegen ging dagegen leer aus. Dem 29-Jährigen blieb nur der mit Reichelts Teamkollegen Matthias Mayer geteilte vierte Rang, obendrein tat sich Jansrud bei seiner Fahrt noch weh. Die deutschen Hoffnungen auf Top-15-Plätze erfüllten sich bei bestem Winterwetter in den Rocky Mountains dagegen nicht. Andreas Sander beendete das Rennen auf Rang 23, Josef Ferstl wurde 25., Klaus Brandner 28. „Das war sportlich nicht das, was wir uns vorgestellt haben“, sagte der deutsche Alpinchef Wolfgang Maier.

Bode Miller muss ins Krankenhaus

Pech bei seinem Renn-Comeback auf der Piste „Birds of Prey“ hatte US-Altstar Bode Miller. Als neunter Starter des Feldes war er bei der dritten Zwischenzeit in Führung, ehe er mit dem linken Arm an einem Tor hängen blieb und zu Fall kam. Der 37-Jährige handelte sich eine Fleischwunde an der rechten Wade ein. Miller musste ins Krankenhaus. Sein Start in der Abfahrt am Samstag scheint gefährdet – zumal Miller erst Mitte November am Rücken operiert worden war.