Eishockey

Heim-Serie der Eisbären reißt gegen Krefeld

Erste Niederlage nach acht Siegen am Ostbahnhof in Folge

Für den Trainer ist es einen neue Erfahrung. Seit Uwe Krupp beim EHC Eisbären seinen Job aufnahm, feierte er in der O2 World nur Siege. Nach acht Erfolgen in Serie musste er mit den Berlinern daheim das Gegenstück erleben. Gegen die Krefeld Pinguine unterlag der Rekordmeister der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) vor 13.860 Fans mit 4:6 (2:2, 2:1, 0:3). Nach zuvor zwei Auswärtsniederlagen war es die dritte Pleite hintereinander für den EHC, der in der Tabelle auf Platz sieben abrutschte und damit aus den direkten Viertelfinalplätzen fiel.

Die Krefelder können mit zwei Superlativen aufwarten. Mit Oliver Mebus haben die Rheinländer den größten Spieler der Liga in ihren Reihen – 2,06 Meter misst der Verteidiger. Stürmer Daniel Pietta verlängerte seinen Vertrag bei den Pinguinen just um zehn Jahre. Das ist der längste Kontrakt in ganz Europa. Sonst gehören die Krefelder zu den unscheinbaren Teams der DEL, müssen aufpassen, dass die Saison nach der Hauptrunde nicht schon vorbei ist. Früh entschieden hätte auch die Partie sein können, gleich 29 Strafminuten sammelten die Gäste in den ersten drei Spielminuten ein. Aus den fast drei Minuten doppelter Überzahl entsprang jedoch nur ein Treffer durch Frank Hördler für den EHC (4.). Chancen für mehr waren da, doch die Eisbären zeigten sich vorn großzügig und hinten leichtsinnig. So glich Pietta aus (6.), Antti Miettinen brachte den EHC wieder in Führung (7.), und Marcel Müller traf zum 2:2 (12.). Sie hatte es in sich, die Anfangsphase.

Eisbären verspielen 4:3-Führung

In all dem Hin und Her verloren die Eisbären etwas den Überblick und spielten konfus. Das hatte den Rückstand nach einem Tor von Robin Weihager zur Folge (22.). Ihre Verletzungsprobleme konnten die Berliner, denen sechs Profis fehlten, nur bedingt für ihr Auftreten anbringen. Krefeld brachte sogar einen Spieler weniger auf das Eis als der EHC.

Als sich die Partie beruhigte, fingen sich die Berliner wieder. Mit etwas mehr Entschlossenheit setzten sie sich besser durch. Darin Olver gelang so per Abstauber das 3:3 (34.). Ein wuchtiger Schuss von Verteidiger Hördler nach einer flüssigen Kombination landete zur erneuten Führung im Netz (38.). Obwohl die Eisbären danach kontrollierter agierten, egalisierte Krefeld durch Yared Hagos wieder (56.). Das warf den EHC aus der Bahn, Herberts Vasiljevs (58.) und Pietta (60.) sicherten den Pinguinen einen Sieg, nachdem es zu Spielbeginn nicht ausgesehen hatte.