Fußball

Weltmeister Schürrle zieht es in die Heimat

Sein Vater verhandelt schon mit Chelsea in London. Wolfsburg dementiert Angebot über 30 Millionen Euro

– Fußball-Weltmeister Andre Schürrle bastelt offenbar weiter an seinem Weggang von Premier-League-Spitzenreiter FC Chelsea. Schürrles Vater Joachim ist laut „Bild“ zu Gesprächen nach London gereist – wie auch Berater Ingo Haspel. Für den 42-maligen Fußball-Nationalspieler soll allerdings nur ein Verkauf infrage kommen, ein Ausleihgeschäft durch die Blues ist nicht geplant.

Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass der VfL Wolfsburg Interesse an einem Transfer hat. Im Raum steht eine Ablösesumme von rund 30 Millionen Euro. Die Wölfe haben in diesem Jahr gute Chancen, die Champions League zu erreichen, könnten Verstärkungen gut gebrauchen. Allerdings stehen sie wegen des Financial Fair Play auch unter Beobachtung der Europäischen Fußball-Union (Uefa). In Wolfsburg wiegelte man am Montag ab. Über einen möglichen Transfer des Weltmeisters sagte eine Sprecherin: „Da ist nichts dran. Der Stand hat sich nicht geändert.“ Manager Klaus Allofs hat ein angebliches Angebot für Schürrle dementiert. „Da ist nichts dran“, sagte Allofs der „Wolfsburger Allgemeinen Zeitung“. Die englische Zeitung „Daily Mail“ hatte über das angebliche Angebot des Bundesligisten für den Reservisten des FC Chelsea berichtet. „Ich weiß, dass uns viele Leute mit ihm in Verbindung bringen“, sagte Allofs weiter: „Selbst wenn wir Interesse hätten, wären wir sicher nicht alleine.“ Auch VfL-Trainer Dieter Hecking dementierte ein angebliches Wolfsburger Bemühen: „Ich kann momentan nicht erkennen, dass wir noch was tun werden.“

Der 24 Jahre alte frühere Bundesligaprofi ist in London unter Chelsea-Coach Jose Mourinho derzeit zumeist nur Ersatz in London. Mourinho hatte zuletzt dennoch verkündet, Schürrle nur bei einem „phänomenalen Angebot“ ziehen lassen zu wollen. Doch angeblich will Mourinho auch Juan Cuadrado vom AC Florenz und soll für den Kolumbianer bereits 27 Millionen Euro Ablöse geboten haben. Die Ablösesumme soll auf 35 Millionen Euro bei der Fiorentina festgeschrieben zu sein.

Auffallend ist, dass in Wolfsburg die Verhandlungen mit dem Portugiesen Vieirinha ins Stocken geraten sind. Laut „Wolfsburger Nachrichten“ liegen beide Seiten finanziell weit auseinander. Allofs soll die Gespräche gebremst haben. Vor Weihnachten hieß es noch, dass die Vertragsverlängerung nur noch Formsache sei. Sollte Vieirinha gehen, benötigen die Wölfe auf jeden Fall noch einen offensiven Flügelspieler.

Kampf um de Bruyne

Äußerst zuversichtlich ist Manager Allofs, dass der zuletzt überragende Kevin de Bruyne langfristig gehalten werden kann. Zuletzt zeigte auch Manchester United Interesse an dem technisch starken Mittelfeldspieler, der bis 2019 Vertrag bei den Niedersachsen hat. „Wir dürfen nicht vergessen, dass er erst ein Jahr bei uns ist. Unsere Aufgabe ist es, das Team so zusammenzustellen, dass es nicht mehr viele Klubs gibt, zu denen man wechseln sollte“, sagte Allofs dem „Kicker“.