Eishockey

Heimstarker EHC Eisbären entnervt Nürnberg Ice Tigers

An die Siege vor heimischem Publikum hat man sich beim EHC Eisbären fast schon gewöhnt.

Gegen die Nürnberg Ice Tigers setzten sich die Berliner zum achten Mal in Folge in der O2 World durch. Offenbar haben die Eisbären auch Gefallen daran gefunden, ihre Heimspiel ohne Gegentreffer zu beenden. Das 3:0 (0:0, 1:0, 2:0) vor 14.060 Zuschauern gegen die Franken war bereits der dritte Zu-Null-Heimsieg in Serie. Diesmal stand jedoch nicht Stammtorhüter Petri Vehanen im Tor, sondern Ersatzmann Mathias Niederberger, der seinen ersten Shutout beim EHC erlebte.

Dass die Nürnberger zuletzt etwas Auftrieb hatten in der DEL, war den Berlinern bewusst. Mit vier Siegen und offenbar jeder Menge Selbstvertrauen kamen die Franken als Neunter der Tabelle zum Sechsten nach Berlin und setzten auch gegen die Eisbären gleich Zeichen. Sie drängten sofort nach vorn und deckten EHC-Torhüter Mathias Niederberger vielen Schüssen ein. Der Schwung der Gäste machte es den Eisbären schwer, ihr eigenes Spiel aufzuziehen. Sie kamen meist nur ungeordnet in die Angriffszone und verzeichneten erst durch einen Alleingang von Petr Pohl die erste Chance, die der Tscheche allerdings vergab (14.).

Zunächst sah es danach aus, als könnten die Berliner zu Beginn des zweiten Abschnitts mehr Kontrolle über die Partie gewinnen. Doch viele Strafzeiten auf beiden Seiten ließen vor allem die Special Teams in den Blickpunkt rücken. Da selbst dort sehr aggressiv gearbeitet wurde, reihten sich in Überzahl bei den Berlinern einige Fehler aneinander. Das Powerplay der Gäste wirkte gefährlicher. Doch Niederberger bekam immer wieder Handschuh, Stock und den Körper dazwischen und verhinderte den Rückstand.

Niederbergers Leistung wiederum gab den Kollegen mehr Sicherheit, sie wurden ruhiger im Überzahlspiel und näherten sich dem Tor an. Ein satter Schlagschuss von Kapitän André Rankel fand schließlich den Weg ins Netz zum 1:0 (36.). Mit diesem Treffer übernahmen die Eisbären dann die Kontrolle. Sie agierten strukturierter, passten sich die Scheibe präziser zu und erarbeiteten sich durch viel Bewegung mehr Räume.

So hatte auch Casey Borer viel Platz in der Mitte der offensiven Zone, als er abzog und das 2:0 erzielte (45.). Laurin Braun traf zum Endstand in das leere Tor der Gäste (60.).