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Scheichs träumen von Olympia

Reichtum Hallen wie Ufos in der Wüste, Jubel auf Kommando, und ein Rekord-Budget von 220 Millionen Euro: Doha erlebt die teuerste Handball-WM der Geschichte. Und es ist nur ein Zwischenschritt zu noch pompöseren, noch prestigeträchtigeren Großereignissen am Persischen Golf. Die Scheichs wollen die Region mit ihren Öl-Milliarden zum Zentrum des Weltsports machen.

Großevents Im Schatten der polarisierenden Fußball-WM 2022 in Katar haben die Emirate am Persischen Golf für das kommende Jahrzehnt die Großereignisse von so gut wie jeder Sportart an Land gezogen: die Welttitelkämpfe im Straßenradfahren (2016), Kunstturnen (2018) und der Leichtathletik (2019). Doha will sich bald auch um Olympische Spiele bewerben, vielleicht schon für 2024.

Nebenffekt „Einer der Hauptgründe für diese Expansion ist der Wunsch nach mehr Einfluss in Staaten, die entweder Handelspartner oder potenzielle militärische Beschützer sind“, sagte Christopher Davidson, Nahost-Experte der Durham University: „Der Sport kann den Golfstaaten helfen, positive Schlagzeilen zu generieren und offener und freundlicher zu erscheinen.“