Ski-Alpin

Neureuther verteidigt Slalom-Führung mit Rang zwei in Zagreb

Felix Neureuther riss freudestrahlend den Arm in den Nachthimmel von Zagreb.

Zwar verpasste der 31-Jährige am Dienstag beim Weltcup-Slalom am Sljeme den Sieg, seine Erfolgsgeschichte setzte der beste deutsche Ski-Rennläufer mit einem starken zweiten Platz hinter Marcel Hirscher dennoch fort.

„Ich habe mich auf dem eisigen Hang sehr schwer getan. Marcel war in einer eigenen Liga. Aber ich bin sehr, sehr, sehr zufrieden“, sagte Neureuther, der zuletzt in Madonna gewonnen hatte, nach der vierten Podiumsplatzierung im vierten Slalom des WM-Winters. „Ich war letztes Jahr schon extrem konstant unterwegs, jetzt auch wieder. Das ist ein Traum“, fügte Neureuther an.

Lob gab es auch von DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier: „Das ist schon außergewöhnlich mit Läufen, die nicht hundertprozentig gepasst haben.“ Auch Cheftrainer Mathias Berthold hatte einige Fehler gesehen, aber den unteren Teil sei Neureuther „extrem geil“ gefahren. Der Slalom-Vizeweltmeister lag schließlich 0,81 Sekunden hinter Hirscher. Der Österreicher, in Madonna noch enttäuschender Siebter, war diesmal in 1:55,96 Minuten nicht zu schlagen. Dennoch setzte Neureuther, der vor dem Norweger Sebastian-Foss Solevaag (1,04 zurück) lag, knapp vier Wochen vor den Weltmeisterschaften in Vail/Beaver Creek (2. bis 15. Februar) erneut ein dickes Ausrufezeichen.

Auch seine Führung im Slalom-Weltcup, den er unbedingt gewinnen will, hat der Partenkirchner mit vier Punkten Vorsprung auf Weltmeister Hirscher knapp verteidigen können. Bereits am Sonntag geht es im schweizerischen Adelboden, wo am Vortag zudem ein Riesenslalom auf dem Programm steht, weiter. Nicht ganz so gut lief es in in Zagreb für Fritz Dopfer aus Garmisch. Der 27-Jährige, nach dem ersten Lauf noch Fünfter, musste sich mit Rang acht (1,68 zurück) begnügen. Immerhin war es im achten Rennen die achte Top-10-Platzierung in diesem Winter. Grund zur Freude hatte Linus Strasser, der als 20. (4,69 zurück) die ersten Weltcup-Punkte seiner Karriere holte. „Das fühlt sich ganz gut an. Meine zwei Läufe waren nicht optimal. Ich bin trotzdem ganz zufrieden“, sagte der 22-Jährige aus München. Philipp Schmid aus Oberstaufen war dagegen im ersten Lauf ausgeschieden.