Degenturnier

Berliner Fecht-Trio will beim „Weißen Bären“ für Überraschung sorgen

Das Glas ist, allen finanziellen und organisatorischen Widrigkeiten zum Trotz, halb voll, nicht halb leer.

Diese Einstellung zeichnet die Verantwortlichen des Fechtturniers „Weißer Bär von Berlin“ definitiv aus. Dabei schwebt über der Sportart das Damoklesschwert. Finanziell, weil der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) für die Fechter harte Kriterien aufgestellt hat: Es zählen, mit Blick auf künftige Topförderung, nur Medaillen. Ideell, weil es olympische Sportarten leichter haben Nachwuchs zu finden. Und Berlin als Landesverband steht, nicht zuletzt auch wegen der Vorbildwirkung des „Weißen Bären“, gut da.

„Wir haben 1350 Mitglieder, davon 65 Prozent im Nachwuchsbereich“, sagt Verbandspräsident Mario Freund. Drei davon, Pascal Schreyer (FC Grunewald), Toni Kneist (PSV) und der vom 92er- Olympiasieger Uwe Proske trainierte Manuel Horstmann (TSV Wittenau), wollen unter den 285 Kämpfern aus 28 Nationen für positive Überraschungen sorgen. Wenn am Sonnabend und Sonntag (jeweils ab 9 Uhr, Eintritt frei) in Korber-Sportzentrum die insgesamt rund 1300 Gefechte der 55. Auflage des weltweit größten Degenturniers ausgetragen werden, geht es für einige internationale Teilnehmer auch schon um erste Schritte zur Qualifikation für Rio 2016.