Eishockey

Nach sieben Siegen endet die Serie der Eisbären

Erste Niederlage unter Trainer Krupp beim 3:5 in Iserlohn

Mindestens eine Serie hatte auch am Sonntagabend noch Bestand. Zu Hause nämlich sind die Iserlohn Roosters eine Macht, schon zum sechsten Mal hintereinander setzten sie sich vor heimischem Publikum durch. Für zwei andere Serien bedeutete dies jedoch das Ende, worüber sich die Iserlohner aber bestimmt genauso freuten. Über zwei Jahre hatten sie daheim am Seilersee nicht mehr gegen den EHC Eisbären gewinnen können. Für die Berliner war mit dem 3:5 (1:1, 0:0, 2:4) aber auch Schluss mit ihrer Erfolgssträhne in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL), die sieben Spiele lang angedauert hatte.

Sie nahmen es gelassen. „Die Welt geht jetzt nicht unter“, sagte Verteidiger Jens Baxmann, der mit den Eisbären zuvor viermal auswärts gewonnen hatte. Es war zugleich die erste Niederlage für die Berliner im fünften Spiel unter dem neuen Trainer Uwe Krupp. Der hatte am Ende einer engen Partie einiges riskiert, um die Niederlage doch noch abzuwenden. Schon früh nahm er Torhüter Mathias Niederberger für einen weiteren Feldspieler vom Eis. Letztlich traf Iserlohn so aber zwei Mal ins leere Berliner Tor.

Der torreichen Schlussphase der Partie ging ein spannungsgeladenes Spiel voraus. Der Tabellenfünfte aus Berlin musste dabei Mark Bell ersetzen, der wegen eines Checks zum Kopf im Spiel gegen Wolfsburg (3:1) nachträglich für zwei Partien gesperrt worden war. Für ihn holte Krupp Sven Ziegler vom Zweitliga-Kooperationspartner aus Dresden zurück, wo er als überzähliger Stürmer nach der Rückkehr aller verletzten Angreifer zu Krupps Amtsantritt hingeschickt worden war. Wie viele andere Kollegen zuvor versuchte auch Ziegler, sich dem neuen Trainer nachdrücklich zu empfehlen: Er legte Jens Baxmann den Ausgleichstreffer zum 1:1 auf (14.).

Zwei Treffer ins leere Tor

Mit dem Tor übernahmen die Berliner die Initiative, machten es dem Achten der Tabelle sehr schwer, in das Angriffsdrittel zu kommen und starteten selbst immer wieder gefährliche Spielzüge. „Das erste Drittel war recht offen. Im zweiten haben wir uns sehr gute Chancen herausgespielt, es aber nicht geschafft, ein Tor zu machen und dann angefangen, hinten zu kreiseln. Im dritten war Iserlohn einfach besser“, fasste Baxmann die Partie zusammen. Ein von Frank Hördler verlorenes Duell an der Bande verschaffte Iserlohn die erneute Führung durch Dylan Wruck (49.). Per Konter durch Nicholas Petersen wuchs der Rückstand auf 1:3 an (53.). Als Krupp dann in Überzahl Niederberger zum ersten Mal vom Eis holte, gewann Alexander Foster das Bully im Drittel der Iserlohner und beförderte den Puck direkt nach dem Einwerfen in das leere EHC-Tor (57.). Ein seltener Treffer.

Zwar war die Partie damit entschieden, doch es ging noch munter weiter. Barry Tallackson verkürzte auf 2:4 (58.), Brooks Macek traf noch einmal in den leeren Kasten (60.) und Petr Pohl (60.) stellte dann den Endstand her in einem Spiel mit durchaus hohem Unterhaltungswert.