Fußball

Grüße von der Yogamatte

Hertha-Profis twittern in allen Lebenslagen und bleiben Fans so in der Winterpause präsent

Das wird die Hertha-Fans freuen: Vom Ansatz einer Weihnachtsplauze ist Salomon Kalou noch weiter entfernt als seine Mannschaft von der Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga. Den eindrucksvollen Beweis hat der Ivorer gerade erst auf seinem Instagram-Account geliefert. Dort präsentiert sich Kalou nur drei Tage nach Heiligabend wieder beim Training, wenn auch in ungewohnter Pose.

Gemeinsam mit seinem Bruder Mike ist Kalou nach New York gereist, um dort an seinen Yoga-Fähigkeiten zu arbeiten. Von der Wirkung der Übung scheint der 29-Jährige überzeugt. „Arbeite an meiner Position beim Flugkopfball“, schrieb Kalou über ein Bild, das ihn waagerecht in der Luft zeigt – auf den Füßen seiner Yoga-Lehrerin.

Keiner hat mehr Follower als Kalou

Bei der Damenwelt dürften die Schnappschüsse allein schon wegen Kalous freiem Oberkörper gut ankommen. Und auch männliche Hertha-Fans werden den aufkommenden Frust, der beim Abgleich mit der eigenen Konstitution entstehen könnte, wohl schnell verdrängen. Stattdessen bleibt der Eindruck eines hart schuftenden Profis, der sich selbst zwischen den Feiertagen nicht schont. Für Kalou, der in den vergangenen Wochen vor allem wegen seiner Kritik an fehlender Einsatzzeit aufgefallen war, sicher nicht schädlich.

Herthas Sommerzugang ist mit der Social-Media-Klaviatur bestens vertraut. Egal ob bei Facebook, Twitter oder Instagram – kein anderer Herthaner hat derart viele Follower und Freunde. Allein bei Twitter verfolgen über 250.000 Menschen, was der WM-Teilnehmer so treibt. Zum Vergleich: Alexander Baumjohann, einer von Herthas aktivsten Social-Media-Nutzern, kommt nur auf gut 40.000. „Ich weiß, dass mir viele Leute folgen“, sagt Kalou, „aber ich mache keine Wissenschaft daraus, dass es noch mehr werden.“ Twitter und Co. nutze er allerdings nicht als Einbahnstraße. „Wenn ich Zeit habe, beantworte ich auch Fragen.“

Glaubt man den virtuellen Lebenszeichen seiner Kollegen, gehen die übrigen Berliner Profis die Winterpause deutlich entspannter an. Änis Ben-Hatira, der wegen anhaltenden Fußbeschwerden vorerst eine Ruhepause einlegen muss, ließ sich in lässiger Pose in Marokko ablichten. Er verbringt seinen Urlaub mit Berliner Freunden in Marrakesch. Auch Fabian Lustenberger hat es nach Weihnachten in wärmere Gefilde verschlagen, der Mannschaftskapitän weil derzeit in Dubai. Herthas enttäuschender Hinrundenabschluss scheint inzwischen aus seinem Blickfeld verschwunden zu sein. Stattdessen: Sommer, Sonne, Poolparty.

Einen größeren Aktionsradius hatte Landsmann Valentin Stocker. Der Schweizer verteilte Geschenke in einem Obdachlosen- und zwei Kinderheimen, die Beweisfotos stehen auf seinem Facebook-Profil. Auch bei Kalou gehen Social-Media-Aktivitäten und soziales Engagement Hand in Hand. „Ich nutze die Kanäle nicht nur, um mit meinen Fans in Kontakt zu bleiben, sondern auch für meine Stiftung“, sagt der Stürmer. Vor vier Jahren hat er die Kalou-Foundation ins Leben gerufen.

Weihnachtsgrüße durften von Hertha-Seite natürlich nicht fehlen. Per Skjelbred meldete sich pünktlich zum Fest aus dem Schnee, stilecht mit blau-weißer Weihnachtsmütze. Genki Haraguchi hatte schon Tage zuvor Weihnachtsstimmung verbreitet – obwohl das „Fest der Liebe“ in Japan kein offizieller Feiertag ist. Glaubt man seinem breiten Grinsen, hat ihm die Begegnung mit dem Santa Claus trotzdem großen Spaß gemacht.

Apropos Grinsen: Das wohl schönste Lächeln veröffentlichte Marcel Ndjeng. Mit leuchtenden Augen strahlt der Routinier auf seinem Instagram-Account über sein Weihnachtsgeschenk hinweg. Einen kleinen Teleskoparm, mit dem er in Zukunft noch bessere Selbstporträts machen kann. Seine Follower werden sich sicher freuen.