Basketball

Nach der ersten Pleite hofft Albas Trainer auf neue Emotionen

Dass die erste Niederlage kommen würde, wussten nicht nur Albas Fans, sondern auch die Spieler und alle Verantwortlichen.

Erstaunlich und ärgerlich jedoch war, dass sie mit dem 69:98 in Bamberg mehr als heftig ausfiel. Der Tag danach habe sich „nicht gut angefühlt“, gestand Coach Sasa Obradovic: „Wir waren schlecht, der Zeitpunkt war schlecht, aber es war keine Katastrophe. Wir müssen damit leben.“

Obradovic versammelte seine Spieler bereits am Mittag zu einer „guten und konstruktiven Besprechung“. Bambergs Mannschaft habe „ihr bestes Spiel gezeigt, wir nicht“. Viele hätten sein Team schnell zum Meisterschaftsfavoriten gemacht, das Ziel sei aber nach wir vor ein Platz unter den besten Vier. „Wir müssen Bamberg vergessen und nach vorn blicken. Vor uns liegen wichtige Spiele, in denen wir wieder emotional frisch sein müssen. Ich bin mir sicher, meine Mannschaft zeigt eine gute Reaktion.“

Dazu bietet sich bereits an Silvester die Chance, wenn der Mitteldeutsche BC in der O2 World zu Gast ist (15 Uhr), zwei Tage später wartet zum Auftakt der Top 16 in der Europaliga an gleicher Stätte mit dem FC Barcelona (20 Uhr) eine Herkules-Aufgabe.

Für Mithat Demirel war es fast schon eine Niederlage mit Ansage. „Unsere Verteidigung war auch schon davor nicht immer auf unserem Niveau. Limoges hatte das teilweise bestraft, Zagreb, und auch Frankfurt in den ersten drei Vierteln“, sagt Albas Sportdirektor. Die vielen kleinen Ausfälle in letzter Zeit – Reggie Reddings Trauerfall in den USA, der Handbruch von Jonas Wohlfarth-Bottermann, Magen-Darm-Probleme bei Alex Renfroe – seien „nicht spurlos vorbeigegangen“, erklärt Demirel. „In Bamberg haben wir gegen ein sehr starkes Offensiv-Team versucht, mit unserer eigenen Offensive zu antworten. Das ist nicht unser Spiel.“

An der konstruktiven Runde nahm Demirel nicht teil („Es war ja keine Krisensitzung“). Er wirkt aber überzeugt davon, dass sein Team recht schnell zu seinen Tugenden zurückfinden wird.