Tradition

Weihnachtssingen: Unioner ärgern sich über Tickets bei Ebay

Um 19 Uhr geht heute das Flutlicht an der Alten Försterei aus, Tausende Kerzen werden gezündet, die Vereinshymne erklingt. Seit Jahren ist es so Brauch beim Weihnachtssingen des 1. FC Union Berlin, das selbst in Australien und Südamerika fasziniert.

Der britische „Guardian“ schrieb im Vorjahr von „ungewöhnlichen Fans mit einer außergewöhnlichen Weihnachtstradition“.

Da 2013 Hunderte Anhänger nicht mehr ins Stadion kamen, wird nun erstmals mit Eintrittskarten gearbeitet: Alle Union-Mitglieder erhielten ein Gratis-Ticket, für alle anderen wurden fünf Euro Eintritt fällig, die dem Nachwuchs zugute kommen. Bereits vor vier Wochen waren alle 27.500 vergriffen, sogar aus Schweden, Dänemark, England, Schweiz, Österreich und den Niederlanden gab es Bestellungen. Über Ebay wurden vier Karten bereits für 100 Euro angeboten. Ultras äußerten Kritik, das Singen verkäme so zur „Kommerz-Veranstaltung“. „Auch wenn wir 20 Euro verlangt hätten, wären alle Tickets weg. Und wir versuchen auch nicht, über Souvenir-Verkäufe zusätzliches Geld zu verdienen“, erwiderte Mit-Erfinder Torsten Eisenbeiser.