Neues Verfahren

Doping: Kienle für GPS-Ortung der Sportler

Sebastian Kienle, der diesjährige Sieger des legendären Ironman-Triathlons auf Hawaii, hat sich für die Einführung der GPS-Ortung als Hilfe im Antidoping-Kampf ausgesprochen.

„Ich möchte natürlich keinen Chip implantiert bekommen. Aber eine Ortung über das Handy fände ich sinnvoll“, sagte der 30-Jährige der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Kienle würde eine solche Maßnahme als „Erweiterung des Grades meiner Freiheit empfinden“. Eine „dreiwöchige Campingtour quer durch Kanada zum Beispiel ist mit dem aktuellen Adams-Meldesystem praktisch nicht vereinbar. Mit GPS könnte ich mich frei bewegen.“ Sein Risiko, einen so genannten „Missed Test“ zu bekommen, sei durch eine solche Maßnahme „viel geringer. Ich würde nicht mehr Gefahr laufen, aus Versehen das falsche Hotelzimmer anzugeben“.

Es sei doch so, dass alle freiwillig jeden Tag jede Menge Daten hergeben würden, „und ich glaube, dass meine GPS-Daten bei der Nada (Nationale Anti Doping Agentur, d.R.) in sichereren Händen sind als bei Google“, erklärte Kienle.