Wintersport

Glänzende Abfahrt: Rebensburg rast auf Rang zwei

Nur US-Star Vonn ist schneller als die deutsche Rennläuferin

Viktoria Rebensburg fasste sich ungläubig an den Helm, schaute in den Himmel und ballte überwältigt die Faust. Das beste Abfahrts-Ergebnis ihrer gesamten Weltcup-Karriere konnte die 25-Jährige im ersten Augenblick selbst nicht richtig begreifen. „Dass es so super funktioniert, hätte ich wirklich nicht erwartet“, sagte Rebensburg nach ihrem zweiten Platz im französischen Val d'Isère. Geschlagen geben musste sie sich am Sonnabend nur US-Star Lindsey Vonn, die ihren 61. Weltcupsieg einfuhr, 0,19 Sekunden fehlten der 25-Jährigen zur Olympiasiegerin. „Das ist ein superschöner Tag. Ich bin sehr glücklich. Bis ich ins Bett gehe, werde ich das Lachen nicht mehr von den Lippen bekommen“, sagte Rebensburg.

Die Riesenslalom-Spezialistin präsentiert sich im Speedbereich immer konstanter. Schon auf einer ihrer Lieblingsstrecken im kanadischen Lake Louise überzeugte sie vor zwei Wochen mit den Rängen vier (Super-G) und fünf (Abfahrt). „Ich habe gewusst, dass ich durchaus Chancen habe, vorn mitzufahren“, sagte sie selbstbewusst. Für die Damen im Deutschen Skiverband war es der erste Weltcup-Podestrang in einer Abfahrt seit dem 24. Januar 2014, als die inzwischen zurückgetretene Maria Höfl-Riesch in Cortina d'Ampezzo gewann.

Weltcupsieg für Skispringer Freitag

Skispringer Richard Freitag hat unterdessen seinen ersten Saisonsieg gefeiert. Beim Weltcup im schweizerischen Engelberg kam der Sachse am Sonnabend auf 128,5 und 135,5 Meter. Mit der Note 277,7 verwies er den Tschechen Roman Koudelka um 0,6 Punkte auf Rang zwei. Dritter wurden punktgleich Michael Hayböck aus Österreich und Jernej Damjan aus Slowenien. Freitag war nach einem überstandenen grippalen Infekt erst in Engelberg wieder ins Aufgebot gerückt. Severin Freund beendete das Springen auf Rang sieben vor Markus Eisenbichler.

Licht und Schatten erlebten derweil die deutschen Biathleten in den Verfolgungsrennen von Pokljuka. Rückkehrerin Laura Dahlmeier war in einem starken Frauenteam die beste Deutsche und verbuchte als Fünfte das einzige Top-Resultat. Bei den Männern lieferte Johannes Kühn als 13. eine starke Leistung ab. Simon Schempp landete auf Rang 19.

Für einen Paukenschlag sorgten hingegen die deutschen Langläuferinnen beim Weltcup im schweizerischen Davos. Nicole Fessel musste sich im 10-Kilometer-Freistilrennen nur der sechsmaligen Olympiasiegerin Marit Björgen geschlagen geben. Neben Fessel erfüllte auch Claudia Nystad die Norm für die Weltmeisterschaften in Falun. Die Oberwiesenthalerin wurde Fünfte. Die Plätze zwei und fünf waren das beste Resultat der vergangenen Jahre.

Auch beim Zweierbob-Weltcup in Calgary landeten deutsche Athleten auf dem Podest. Francesco Friedrich (SC Oberbärenburg) musste sich am Freitag mit Anschieber Martin Grothkopp nur dem Letten Oskars Melbardis geschlagen geben. Junioren-Weltmeister Nico Walther (Riesa) kam mit Anschieber Marko Hübenbecker auf Rang sieben. Viererbob-Weltmeister Maximilian Arndt (Oberhof) landete mit Ben Heber auf Rang zehn.