Motorsport

Premiere der Formel E in Berlin droht Terminkollision mit DTM

Mit viel Vorfreude gehen Berlins Rennfahrer und deren Fans ins Jahr 2015.

Zum einen machen die 2014 erkämpften Erfolge optimistisch, zum anderen wartet mit der Deutschland-Premiere zur Weltmeisterschaft der Formel E am letzten Mai-Wochenende auf dem Flugplatz Tempelhof ein sportlich-technischer Höhepunkt auf Aktive und Zuschauer. Allerdings gibt es noch eine unglückliche Terminüberschneidung. Denn vom 29. bis 31. Mai gastieren die DTM und die Superbiker aus der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) am Lausitzring.

Für Lausitz-Geschäftsführer Bert Poensgen gibt es Handlungsbedarf. „Die Terminkollision ist natürlich für beide Veranstaltungen schlecht. Ich gehe davon aus, dass es zu einer Entzerrung kommt, auch wenn die Formel E ihr Rennen nach meinem Wissen ja am Sonnabend austragen wird. Durch die Rückkehr der DTM zu einer Dreitagesveranstaltung von Freitag bis Sonntag wäre der Sonnabend definitiv belastet“, so der 67-Jährige.

Berlins Aushängeschild in Sachen Motorsport bleibt das Team von Peter Mücke. Saisonhöhepunkt für den 68-jährigen Ex-Autocross-Europameister war sicher der Triumph im wichtigsten Formel-3-Rennen weltweit. Denn mit Felix Rosenqvist und Lucas Auer sicherten sich seine beiden Piloten in Macau (China) die Ränge eins und zwei. „Das war definitiv der größte Erfolg seit unserer Teamgründung 1998“, sagte der stolze Chef. Und baut vor. „Wir haben mit Mike David Ortmann einen 15-jährigen Berliner Jungen für die neue Formel 4 unter Vertrag genommen. Denn die Nachwuchsförderung liegt mir am Herzen. Wir testen demnächst in Valencia.“

Zur Erinnerung, sieben Mücke-Schüler schafften es bis in die Formel 1: Markus Winkelhock, Christian Klien, Robert Kubica, Sebastian Vettel, Sebastian Buemi, Sergio Perez und Pascal Wehrlein.

Stefan Mücke, 33, überzeugte 2014 im Aston Martin mit zwei Siegen, einem zweiten und einem dritten Platz in der Langstrecken-Weltmeisterschaft.

Auf Anhieb zum Meistertitel

Der größte Leistungssprung gelang Motorrad-Pilot Tim Georgi. Zu Saisonbeginn als chancenreicher Außenseiter in den ADAC Junior Cup gestartet, überraschte der 14-Jährige mit fünf Siegen in acht Rennen und dem Meistertitel – was zu einer prompten Reaktion führte. Das WM-erprobte Team Freudenberg nahm Georgi für die Deutsche Meisterschaft der Moto3-Kategorie unter Vertrag. Was durchaus ein Sprungbrett zu späteren WM-Einsätzen sein kann. „Das ist alles noch ein bisschen unfassbar“, freut sich der Rookie erst einmal auf die anstehenden Weihnachtsferien.