Weltcup-Auftakt

Deutsche Bobfahrer lassen Albtraum von Sotschi vergessen

Plötzlich standen sie wieder ganz oben.

Maximilian Arndt und Francesco Friedrich feierten ihre Siege in Lake Placid, als wären die Olympischen Spiele von Sotschi nur ein böser Traum gewesen. Gleich beim Weltcup-Auftakt bescherten die Hoffnungsträger dem deutschen Bobsport mit Erfolgen im Vierer und im Zweier ein beeindruckendes Comeback – zehn Monate zuvor hatten die ersten medaillenlosen Spiele seit 50 Jahren den Verband in eine tiefe Krise gestürzt. „Der Sieg war natürlich sehr wichtig für uns“, sagte Zweier-Weltmeister Friedrich, der im kleinen Schlitten für den goldenen Auftakt gesorgt hatte: „Wir haben gezeigt, dass es geht und dass wir wieder gewinnen können.“

Den Beweis seiner Klasse blieb auch Arndt im Vierer nicht schuldig. Der Weltmeister setzte sich mit einer Hundertstelsekunde Vorsprung vor dem Russen Alexander Kasjanow durch, Dritter wurde der Olympiazweite Oskars Melbardis aus Lettland. „Das war ein perfekter Tag mit einer großartigen Mannschaft“, sagte der bestens gelaunte Arndt auf dem Podium: „Wir haben einen fantastischen Start hingelegt, dann die perfekte Linie gefunden, und jetzt stehen wir ganz oben. Ich bin einfach nur froh, dass wir mit einem Sieg weiterreisen können.“