Ungeschlagen

Alba spielt mit der Konkurrenz

Berliner Basketballer bauen mit ihrem zwölften Saisonsieg den Startrekord aus

Das Dutzend ist voll, der Startrekord ausgebaut. Alba Berlin ist auch nach dem zwölften Spiel in der Basketball-Bundesliga noch ungeschlagen. Die Berliner bezwangen vor 8478 Zuschauern die Riesen aus Ludwigsburg mit 93:76 (48:38).

„Wir sind das Team, das alle schlagen wollen“, sagte Kapitän Alex King nach einem erneuten Kraftakt zufrieden. „Und wir haben wieder bewiesen, dass wir zu Recht da oben stehen.“

Die Ludwigsburger bereiteten Alba für ein Team, das mit einer Bilanz von vier Siegen und sieben Niederlagen angereist war, anfangs große Schwierigkeiten. Indem sie den ballführenden Spieler massiv unter Druck setzten, und weil sie sich durch Offensivrebounds immer wieder zweite Wurfchancen erarbeiteten. Was Sasa Obradovic überhaupt nicht gefiel. Seine Mannschaft, die in dieser Saison schon so viele überragende Spiele abgeliefert hat, konnte aber auch ohne Leon Radosevic, der wegen seiner Schulter erneut geschont wurde, das Wissen, wie es richtig geht, bald abrufen. Cliff Hammonds traf zur ersten Führung (12:10/6.), und wenig später war der Vorsprung nach Dreiern von Reggie Redding, King und Akeem Vargas mit 24:18 erstmals halbwegs komfortabel.

Die Gäste waren mit Kerron Johnson als Topscorer (Schnitt:18 Punkte) und Jon Brockman als bestem Rebounder der Liga (12 pro Spiel) angereist. Shawn Huff war ein eher unbeschriebenes Blatt. Zumindest bis zu seinen vier Dreiern, die er in nur drei Minuten traf. Alba lag durch ihn mit 34:35 (16.) erneut zurück, reparierte den Schaden aber umgehend und ging mit 48:38 in die Pause.

Obradovics Team hatte sich schon zuvor einer sehr rustikalen Spielweise erwehren müssen, jetzt legten die Gäste noch mal an Härte zu. Aber die Berliner blieben eiskalt und konzentriert, zogen Ludwigsburg mit sauberer, aber bissiger Defense den Zahn. Als Vojdan Stojanovski an seinem 27. Geburtstag mit fünf Punkten in Folge auf 59:45 (25.) erhöhte, glaubte keiner mehr, dass die Partie noch kippen könnte, und genauso war es dann auch. Alba traf 29 von 31 Freiwürfen, gewann das Rebound-Duell mit 43:22 und spielte den Pflichtsieg clever nach Hause. Beste Werfer waren Alex Renfroe mit 21 und Jamel McLean mit 18 Punkten. Letzterer sagte genüsslich, dass man „mit Physis allein keine Spiele gewinnt“.

Bereits am Freitag (20 Uhr) geht es für die Berliner weiter, wenn sie in Frankreich zum vorletzten Spiel der Gruppenphase in der Europaliga bei CSP Limoges antreten.