Urteil

Stinkefinger: 3500 Euro Strafe für Union-Trainer

Trainer Norbert Düwel vom 1. FC Union ist für seine Entgleisung nach der Niederlage gegen 1860 München mit einer Strafe von 3500 Euro belegt worden.

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) verurteilte den Coach des Fußball-Zweitligisten wegen seines „unsportlichen Verhaltens“ vom 22. November, wie der DFB am Dienstag mitteilte.

Der 46-Jährige hatte nach dem 1:4 gegen die Münchner den ausgestreckten Mittelfinger in Richtung des Zuschauerbereichs gezeigt. Die Szene war von TV-Kameras dokumentiert worden. Er und seine Familie seien „mit Ausdrücken weit unter der Gürtellinie beschimpft“ worden, sagte der Union-Coach damals. Kurz darauf hatte sich Düwel aber für sein Fehlverhalten entschuldigt.

Noch ist das Urteil nicht rechtskräftig. Bis Mittwoch um 12 Uhr hat der Tabellen-Elfte Zeit, Einspruch zu erheben. Angesichts der milden Strafe ist das allerdings nicht zu erwarten. Zum Vergleich: Im April war der Leverkusener Profi Emir Spahic wegen eines „Stinkefingers“ gegen zwei Braunschweiger Spieler zu 15.000 Euro verdonnert worden.