Heimerfolg

Der HSV besiegt Mainz und verlässt die Abstiegsplätze

Rafael van der Vaart konnte sich im Überschwang der Erleichterung nicht entscheiden.

Abwechselnd reckte der Niederländer die Faust, den Daumen oder zwei zum Herzen geformte Hände in Richtung der mit 45.968 Zuschauern gefüllten Tribünen. Nach dem 2:1 (1:0) gegen den FSV Mainz 05 war die Freude beim Hamburger SV riesig.

„Wir hatten am Ende auch ein bisschen das Glück auf unserer Seite. Aber wir haben bis zum Ende gekämpft und insgesamt verdient gewonnen“, sagte van der Vaart nach dem Verlassen der Abstiegsplätze bei Sky. Es war der dritte Heimerfolg in Serie. Nach den Toren des brasilianischen Verteidigers Cleber (32.) und einem Handelfmeter van der Vaarts (54.) schien das Spiel gelaufen. Doch nach dem Anschlusstor von Shinji Okazaki (89.) mussten sie in der Nachspielzeit aber noch einmal zittern.

Und während die Hamburger feierten, mussten sich die Mainzer Loris Karius, Johannes Geis und Sami Allagui am Zaun ersten Fragen der Fans stellen. „Es gab Gesprächsbedarf, aber nix großartiges. Es war einfach zu wenig heute“, sagte Allagui, dessen Team nur noch einen Punkt vor dem HSV steht: „Aber es gab viele unglückliche Situationen heute“. Explizit warf er Schiedsrichter Sascha Stegemann (Niederkassel) vor, nicht unparteiisch gewesen zu sein. „Der hat alles gegen uns gepfiffen“, sagte Allagui, den Handelfmeter habe man nicht geben können, „aber ich bin sicher, er hat ihn gerne gegeben“.