Finanzierung

Olympia-Gastgeber Pyeongchang wackelt

Pyeongchang, der Gastgeber der Olympischen Winterspiele 2018 in Südkorea, der sich 2011 bei der Vergabe gegen München durchgesetzt hatte, ist in finanzieller Not.

So ist ein heftiger Streit über den Bau des Stadions für die Eröffnungs- und Schlussfeier entbrannt. Die Provinzregierung von Gangwon sieht sich nicht mehr in der Lage, die Hälfte der rund 47 Millionen Euro für den Bau zur Verfügung zu stellen und drohte bereits, die „Rechte für die Austragung von Olympischen Spielen zurückzugeben“.

Auch um die Bob- und Rodelbahn ist es schlecht bestellt, sodass das Internationale Olympische Komitee (IOC) den Machern nahe legt, die olympischen Bob- und Rodelwettbewerbe zur Reduzierung der Kosten in ein anderes asiatisches Land, nach Europa oder in die USA abzugeben, wo es bereits Bahnen gibt. Damit sollen Baukosten von 120 Millionen Dollar gespart werden. Geschätzte 100 Meter der Bahn sind bereits gebaut. Für die nacholympische Nutzung der Bahn, deren Instandhaltung pro Jahr 3,5 Millionen Dollar verschlingen soll, liegt ebenfalls kein überzeugendes Konzept vor.