Torlinientechnik

In den Niederlanden gibt es sogar schon den Videobeweis

So stehen andere Fußball-Verbände zur Torlinientechnik:

England: In der Premier League kommt die Torlinientechnik der Firma Hawk Eye seit 2013 zum Einsatz. Damit war die Liga weltweit Vorreiter bei der flächendeckenden Anwendung technischer Hilfe. Die Einführung des „Goal Decision Systems“ kostet jeden Verein bis 2017 rund 300.000 Euro.

Spanien: Die Primera Division hat derzeit keine konkreten Pläne für die Einführung einer Torlinientechnologie. Über das Thema wird in Spanien auch aktuell nicht diskutiert. Laut Liga-Generaldirektor Francisco Roca soll „in zwei, drei Jahren“ eine entsprechende Technik eingesetzt werden. Früheren Plänen zufolge soll das System dann auch zur genauen Kontrolle des Abseits eingesetzt werden.

Italien: In der Serie A gibt es keine technischen Hilfsmittel, aber zwei zusätzliche Torrichter. Überlegungen zur Einführung einer Torlinientechnologie gibt es in Italien derzeit nicht.

Niederlande: In der Ehrendivision gibt es quasi einen fünften Offiziellen. Der Video-Referee sitzt in einem Übertragungswagen und schaut sich dort alle Kamerabilder an. Bei strittigen Entscheidungen wie Abseits, Handspiel oder bei versteckten Fouls funkt er den Schiedsrichter auf dem Platz an. Dies ist ein Videobeweis wie beim Eishockey oder beim American Football.

Uefa: Seit der Saison 2009/10 kommen in der Europa League zwei weitere Unparteiische auf der Torlinie zum Einsatz, eine Jahr später auch in der Champions League. Bei der EM 2012 setzte man erstmals auch bei einem großen Turnier auf die Additional Assistant Referees.

Fifa: Der Weltverband hatte sich vor dem Confederations Cup 2013 in Brasilien für GoalControl entschieden und setzte das System des Unternehmens aus Würselen auch bei der WM im Sommer ein. Das System beruht auf dreidimensionaler Kontrolle des Balls durch 14 Kameras. Tore und Bälle müssen nicht extra präpariert werden.