Basketball

Alba mit neuem Selbstbewusstsein nach Tel Aviv

Sasa Obradovic hat die Schlappe nicht vergessen.

69:84 gegen Maccabi Tel Aviv, Alba Berlin war chancenlos gegen den Champion der Basketball-Europaliga. Die Israelis trafen nach Belieben, schon in der ersten Halbzeit war die Partie verloren, deutlich über 50 Prozent ihrer Dreier landeten im Alba-Korb. Auf der anderen Seite warfen sich Cliff Hammonds, Niels Giffey oder Alex Renfroe die Seele aus dem Leib, aber nichts gelang. Drei Treffer bei 24 Versuchen – so kann man gegen Maccabi nicht gewinnen.

Das ist fünf Wochen her, doch inzwischen, sagt der Alba-Trainer, „ist in den Köpfen etwas passiert“. Die Berliner Außenseiter haben von den folgenden vier Spielen in Europa drei gewonnen; holen sie am Donnerstagabend den ersten Erfolg ihrer Historie in Tel Aviv, können sie fast sicher mit den Top 16 in der Königsklasse planen. Und Maccabi sollte sich hüten, sich noch einmal auf die Berliner Schwäche bei Distanzwürfen zu verlassen. Beim imponierenden 93:86-Sieg in Oldenburg am vergangenen Sonntag waren neun von 13 Alba-Dreiern drin. Insgesamt ist Obradovics Team in dieser Kategorie zum besten in der Bundesliga geworden. „Ich will nicht respektlos über Maccabi reden“, sagt Obradovic, „aber nicht sie haben das Hinspiel gewonnen, wir haben es ihnen geschenkt.“ Das soll nicht noch einmal passieren.