Wintersport

Sachenbacher-Stehle nach Karriereende Ernährungsberaterin

Der Abend war schon weit fortgeschritten, ihr kaum überraschendes Karriereende hatte sie gerade verkündet, als Evi Sachenbacher-Stehle beim Blick in die Zukunft noch einmal aufhorchen ließ.

„Das Studium“, sagte die überführte Dopingsünderin in der BR-Sendung „Blickpunkt Sport“, „macht mir wahnsinnig viel Spaß. Ich studiere Ernährungsberatung.“ Da musste selbst die 34-Jährige etwas verlegen lächeln.

Dabei war die Entscheidung für eben dieses Fach ganz bewusst gefallen. Die Vorkommnisse von Sotschi, die ihr Leben auf den Kopf stellten, machten ihren Entschluss eigentlich nur noch logischer. „Das interessiert mich einfach. Ich habe mich mit dem Thema die letzten Jahre sehr viel befasst und deshalb diesen Weg eingeschlagen“, sagte die ehemalige Biathletin. Im Februar war der Bayerin während der Olympischen Spiele in Sotschi mit einem positiven Dopingtest das verbotene Stimulans Methylhexanamin nachgewiesen worden war. Sachenbacher-Stehle begründete diesen mit der Einnahme eines verunreinigten Nahrungsergänzungsmittels. Der Internationale Sportgerichtshof Cas sprach bei der Reduzierung der Sperre auf sechs Monate von einem „minimalen Fehlverhalten der Athletin“. Sachenbacher-Stehle hat aus der ganzen Geschichte jedenfalls „ihre Schlüsse gezogen: „Alles Negative hat auch etwas Positives.“